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Hannover Messe 2016

Elektromotor gibt Feedback

| Redakteur: Stefanie Michel

Über ein Sensortag am Motor können Betriebsparameter des Motors an einen Server übertragen werden, der die Daten analysiert und an ein Kundenportal oder mobile Device sendet.
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Über ein Sensortag am Motor können Betriebsparameter des Motors an einen Server übertragen werden, der die Daten analysiert und an ein Kundenportal oder mobile Device sendet. (Bild: ABB)

Stillstandszeiten reduzieren, den Energieverbrauch optimieren und Wartungskosten senken: das wünschen sich Anlagenbetreiber. ABB stellt eine Lösung vor, die dies erfüllen könnte, denn dank eines smarten Sensors gibt der Motor Bescheid, wann eine Wartung fällig ist.

Bislang ist es aufwendig und teuer Niederspannungsmotoren zu überwachen und vorausschauend zu warten. Gleichzeitig führt eine schlechte Auslastung von Motoren zu hohem Energieverbrauch und Störungen zu teuren Ausfällen. Mit dem smarten Sensor können Anlagenbetreiber künftig den Zustand ihrer Motoren über ein Smartphone oder einen PC jederzeit überprüfen. Mit sofort verfügbaren Informationen über den Zustand jedes ihrer Motoren lässt sich die Wartung auf Basis des tatsächlichen Bedarfs planen. Dadurch können außerplanmäßige Stillstände verhindert und die Betriebszeit verlängert werden.

Sensortag am Niederspannungsmotor überträgt Betriebsparameter

Das Schlüsselelement hierfür ist ein kleines, smartes Sensortag mit einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle, das am Motor angebracht ist. Die Sensortags können ab Werk angebracht oder bei bereits montierten Motoren nachgerüstet werden. Das smarte Sensorsystem liefert Informationen zu den Betriebsparametern wie Vibrationen, Temperatur oder Überlastung und ermittelt den Energieverbrauch mit einer Genauigkeit von +/- 10 %. Die Sensortags senden die Daten drahtlos mithilfe von Standardprotokollen an sichere cloud-basierte Server von ABB. Eine spezielle Software analysiert die Daten und überträgt sie in verwertbare Informationen. Die Daten werden zur Trendanalyse zeitlich protokolliert. Die Informationen über den Motorstand werden beispielsweise an ein Smartphone oder ein internetbasiertes Kundenportal gesendet. Tritt ein Problem auf, gibt das System eine Warnmeldung an den Bediener und signalisiert damit Wartungsbedarf.

Datenanalyse eröffnet neue Wege für die Optimierung der Anlagenwartung

Die Analyse der gespeicherten Daten kann neue Wege für die Optimierung von Betrieb und Wartung von Anlagen eröffnen, etwa durch Informationen über den Energieverbrauch der Motoren zur Erstellung effizienterer Lastprofile. Die neuartige Zustandsanalyse schafft zugleich neue Geschäftsmodelle auf der Grundlage internetbasierter Daten, die durch das Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen jetzt möglich werden.

„Es gibt ein sehr großes Interesse an dieser neuen Lösung“, sagt Jonas Spoorendonk, Local Business Unit Manager Motors & Generators bei ABB in Deutschland. „Im Rahmen des „Internets der Dinge, Dienstleistungen und Menschen“ wird sie wesentlich zur Veränderung des Wartungsgeschäfts und der Schaffung neuer Geschäftsmodelle und Servicemöglichkeiten beitragen. Von den ersten Pilotanwendern gibt es sehr positive Rückmeldungen, insbesondere aufgrund des tieferen Einblicks in ihre Anlagen. Ausgehend von der Anlagenübersicht können sie tiefer in spezifische Bereiche vordringen und sogar hinab bis zu den einzelnen Motoren gehen. Sind potenzielle Motorprobleme bekannt, kann eine gezielte Wartungsplanung für die installierten Niederspannungsmotoren erfolgen, was erhebliche Einsparungen ermöglicht."

ABB arbeitet derzeit intensiv an der Entwicklung dieser Lösung. Der Dienst wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2016 eingeführt

ABB auf der Hannover Messe 2016: Halle 11, Stand A35

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