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Werkzeugmaschinenmesse

AMB 2014 rückt Industrie 4.0 und Effizienzsteigerung in den Fokus

| Redakteur: Stéphane Itasse

Hybridbearbeitungen werden wichtiger: Arbeitsraum eines 5-Achsen-Bearbeitungszentrums von Hermle mit integrierter MPA-Technik bei der Herstellung eines Werkzeugeinsatzes.
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Hybridbearbeitungen werden wichtiger: Arbeitsraum eines 5-Achsen-Bearbeitungszentrums von Hermle mit integrierter MPA-Technik bei der Herstellung eines Werkzeugeinsatzes. (Bild: Hermle)

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Vielflätige Entwicklungen beeinflussen die Kunden der Werkzeugmaschinenbranche bei ihren Investitionsentscheidungen. Neben Industrie 4.0 und Effizienzverbesserung geht es auf der AMB 2014 vom 16. bis 20. September 2014 in Stuttgart außerdem um Hybridisierung der Maschinen, Software und IT-Sicherheit, zunehmende Intelligenz der Maschinenperipherie sowie die Simulation kompletter Bearbeitungsvorgänge, wie der Messeveranstalter mitteilt.

Das Thema Industrie 4.0 ist „vielschichtig und interdisziplinär“, zu diesem Schluss komme das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in der Strukturstudie „Industrie 4.0 für Baden-Württemberg“, die im Auftrag des Landes durchgeführt worden sei. Viele der Aussagen dürften generell gelten, heißt es in der Mitteilung des Landesmesse Stuttgart weiter. So seien bereits für die rein technische Umsetzung neben Kompetenzen im Maschinenbau auch Fähigkeiten in den Bereichen Elektrotechnik, Software, Informations- und Kommunikationstechnik erforderlich. Für die Umsetzung auf organisatorischer Ebene müssten weitere Bereiche wie die Arbeitsorganisation einbezogen werden. Um Industrie 4.0 erfolgreich umzusetzen, müssten auch unternehmensnahe Dienst-leistungen, beispielsweise die technische Entwicklung, die Einführung, die Instandhaltung oder der Service und die technische Aufrüstung sowie nichttechnische Bereiche wie Schulung und Weiterbildung einbezogen werden.

Industrie 4.0 fordert die Unternehmen auf viele Arten heraus

Das stelle die Unternehmen, sowohl bei der Einführung als Anwender als auch als Anbieter, vor große Herausforderungen. Das Positive: Einzelne Unternehmen könnten sich hierdurch Wettbewerbsvorteile erarbeiten, beispielsweise durch eine höhere Produktivität, oder neue Alleinstellungsmerkmale durch weitere begleitende Dienstleistungen.

Auch für Dr. Nils Schmid, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg, ist das Thema Industrie 4.0 laut Mitteilung einer der Megatrends in der Produktion: „Es geht um die intelligente Zusammenarbeit verschiedener Branchen, die optimierte Wertschöpfungsketten und eine größere Ressourceneffizienz ermöglicht. Zentrale Themen sind hierfür neue Arbeitswelten, Sicherheit, Standardisierung und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.“

Das sehen die AMB-Aussteller nach Angaben des Messeveranstalters ähnlich. So sei Holger Langhans, Director Walter Multiply der Walter AG in Tübingen, überzeugt: „Nur wer seine Produktion zum Mitdenken bringt, kann künftig die nötige Qualität, Flexibilität und Verfügbarkeit gewährleisten, um global wettbewerbsfähig zu sein. Wir arbeiten daher an Lösungen, die genau das ermöglichen.“ Dr. Niklas Kramer, Leiter Forschung und Entwicklung bei der Komet Group GmbH, Besigheim, sehe das Werkzeugmanagement der Zukunft in der Cloud: „Digitale und vernetzte Produktion bietet optimale Lösungsansätze. Die Crowd Intelligence ermöglicht neue Geschäftsmodelle für Werkzeuge und bildet einen Schlüssel für den Produktionsstandort Deutschland.“

Energieeffizienz: Erste Erfolge sind nur der Anfang

Die Anstrengungen, Energie effizienter einzusetzen, zeigen durchaus schon länger Erfolge, wie es weiter heißt. Zu diesem Schluss seien bereits vor einigen Jahren die Experten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim gekommen. In einer Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums hätten sie ermittelt, dass sich die Energieeffizienz weltweit zwischen 1995 und 2007 um 18 % verbessert habe. In den meisten Ländern, darunter auch Deutschland, hätten vor allem verbesserte Techniken dazu beigetragen. Doch für die Produktionsforscher sei das eigentlich nur eine Art Startschuss gewesen.

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