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Fahrerlose Transportsysteme

Assistenzfahrzeug für Fußgänger

| Redakteur: Beate Christmann

Das selbstfahrende Transportfahrzeug Sally von DS Automotion findet sich wohldefinierten Einsatzumgebungen, wie zum Beispiel industriellen Produktionsstätten, bereits gut zurecht – nun gilt es, es für den Betrieb in wesentlich komplexeren öffentlichen Räumen vorzubereiten.
Das selbstfahrende Transportfahrzeug Sally von DS Automotion findet sich wohldefinierten Einsatzumgebungen, wie zum Beispiel industriellen Produktionsstätten, bereits gut zurecht – nun gilt es, es für den Betrieb in wesentlich komplexeren öffentlichen Räumen vorzubereiten. (Bild: DS Automotion)

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DS Automotion will sein fahrerloses Transportsystem (FTS) Sally raus aus den Werkshallen und rein in den öffentlichen Raum bringen: Als Mobilitätsassistenz soll es Fußgänger künftig beim Transport von Objekten im Stadtverkehr entlasten. Wesentlicher Teil des bis Herbst 2018 laufenden Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines für die Mensch-Roboter-Interaktion geeigneten Transportgutträgers.

Im kleinräumigen, innerstädtischen Verkehr verzichten immer mehr Menschen auf das Zu-Fuß-Gehen zugunsten anderer Fortbewegungsarten. Das Auto bietet dazu eine bequeme Möglichkeit, sein Gepäck oder Einkäufe zu transportieren. Einen Anreiz, wieder mehr Wege zu Fuß zurückzulegen, könnten autonome Fahrzeuge wie das fahrerlose Transportsystem (FTS) Sally bieten: Es unterstützt bereits Menschen in Werkshallen oder Krankenhäusern bei der Arbeit.

Herausforderung: Menschen im öffentlichen Raum

Als Teil eines Konsortiums unter Führung des AIT Austrian Institute of Technology arbeitet der FTS-Spezialist DS Automotion in einem zweijährigen Forschungsprojekt daran, Sally hinaus aus den Hallen, hinein in öffentliche Räume zu bringen, wo das FTS Fußgänger beim Transport von Gepäck oder Einkäufen entlasten könnte. Erstmals wird dabei das Navigieren autonomer Fahrzeuge innerhalb frei fließender Menschenströme wissenschaftlich untersucht. Im Herbst 2018 sollen die Ergebnisse auf dem Tisch liegen.

„Im Gegensatz zur wohldefinierten Einsatzumgebung in industriellen Produktionsstätten müssen dabei äußere Einflüsse berücksichtigt werden, die sich kaum vorausberechnen lassen“, weiß Dr. Andreas Richtsfeld, Technologie- und Produktentwicklung bei DS Automotion. „Das bereits abgeschlossene Vorläuferprojekt Transit-Buddy hat den noch offenen Forschungsbedarf vor allem bezüglich des autonomen Fahrens unter Menschen aufgezeigt“, ergänzt Richtsfeld. Als weitere Mitglieder bringen das Institute of Computeraided Automation der TU Wien, Blue Danube Robotics und die bkm design working group ihre speziellen Kompetenzen in die Forschungsgemeinschaft ein.

Analysen und 3D-Physiksimulationen

In dem bis Herbst 2018 laufenden Projekt sollen zunächst zielgruppenspezifische Nutzungsmotive und -barrieren sowie das Bewegungsverhalten von Personen bei ihrer Interaktion mit autonomen Fahrzeugen untersucht werden. Dynamische 3D-Physiksimulationen und die Ausstattung der Transportplattform mit einer künstlichen Haut für die Navigation mit physischem Kontakt sollen die Entwicklung von Bewegungsstrategien unterstützen. Wesentlicher Teil des Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines für die Mensch-Roboter-Interaktion geeigneten Transportgutträgers sowie dessen Implementierung und Erprobung in realer Umgebung.

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