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Stahlrohre

Herstellern von Stahlrohren droht Wachstumsdelle

| Autor: Stéphane Itasse

Im Vorfeld der Messe Tube 2016 hat die Stahlrohrbranche Anlass zum Optimismus.
Im Vorfeld der Messe Tube 2016 hat die Stahlrohrbranche Anlass zum Optimismus. (Bild: Tube)

Das Stahlrohr war lange eine Erfolgsgeschichte. Mit Ausnahme des Rückgangs im Jahr 2009 zeigt die Produktionskurve global immer nur in eine Richtung – nach oben. Allerdings mussten sich, je nach Segment, manche Hersteller 2015 wieder auf härtere Zeiten im Stahlrohrmarkt gefasst machen.

Nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e. V. in Düsseldorf konnten die Stahlrohrhersteller die Produktion 2014 weltweit um 7 % auf den Rekordwert von 166 Mio. t erhöhen. Wie in den vergangenen Jahren war die erhöhte Produktion in China ein wesentlicher Grund für den Anstieg. Die Volksrepublik konnte die Stahlrohrproduktion überdurchschnittlich um 11,6 % auf 89 Mio. t steigern. Mit 54 % entfiel 2014 mehr als die Hälfte der weltweiten Stahlrohrproduktion auf die chinesischen Hersteller. Noch dominanter ist China im Segment der nahtlosen, warmgefertigten Stahlrohre. Hier liegt der Anteil mittlerweile bei zwei Dritteln, wie die Messe Düsseldorf im Vorfeld der Tube berichtet.

Europas Stahlrohrindustrie noch weit von den Vorkrisenzeiten entfernt

In den anderen Regionen der Welt fiel das Wachstum mit 4 % auf 77 Mio. t dagegen deutlich niedriger aus. In der fernöstlichen Region außerhalb Chinas blieb die Produktion mit 22,2 Mio. t in etwa konstant. Japan konnte einen Zuwachs um 3 % auf 7,2 Mio. t verzeichnen. Auch in der EU legte die Produktion 2014 nach dem starken Einbruch im Vorjahr leicht zu, ohne jedoch die Rekordwerte der Jahre 2005 bis 2008 zu erreichen. Mit 12,6 Mio. t produzierten die europäischen Stahlrohrhersteller immerhin 4 % mehr als 2013.

Einen Zuwachs der Produktion von 4 % auf 2,7 Mio. t konnte 2014 auch die deutschen Stahlrohrindustrie verzeichnen, wie es heißt. Allerdings war 2013 für die hiesigen Hersteller auch eines der schwächsten Jahre seit langem. Von den Rekordwerten um die 4 Mio. t von 2006 bis 2008 ist die Branche weit entfernt.

Auch konnten nicht alle Bereiche von der Erholung profitieren. Zulegen konnten vor allem die Hersteller geschweißter Stahlrohre, während die Nahtlosrohrproduzenten einen Rückgang hinnehmen mussten. Nach Angaben des Verbandes waren die stark gesunkenen Rohölpreise besonders im zweiten Halbjahr für die schlechteren Ergebnissen in diesem Marktsegment verantwortlich.

Deutsche Stahlrohrhersteller profitieren von der Inlandsnachfrage

Hauptgrund für die Zunahme der deutschen Produktion war die gesteigerte Nachfrage im Inland. Der Außenhandelsüberschuss war dagegen rückläufig, weil sich die Exporte um 12 % auf 2,4 Mio. t verringerten. Gleichzeitig sanken die Einfuhren um 5 % auf 1,9 Mio. t. Die Versorgung des deutschen Marktes nahm deshalb um 18 % auf 2,2 Mio. t zu.

Neben der Mengen- ist die Preisentwicklung für die Hersteller besonders wichtig. Hier waren 2014 nach einem insgesamt rückläufigen Preisniveau im Vorjahr bei den einzelnen Stahlrohrsorten unterschiedliche Tendenzen feststellbar. Anziehenden Preisen bei den Großrohren standen sinkende Preise bei den nahtlosen Rohren gegenüber. Die Preise bei den Präzisionsstahlrohren wiederum veränderten sich nur geringfügig.

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