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IT-Business

Cloud-basierte Security für den Mittelstand

| Autor / Redakteur: Gerhard Eschelbeck / Claudia Otto

Der Einsatz von Sicherheitslösungen der sogenannten Enterprise-Klasse kann bei KMU die Sicherheitslücken sogar vergrößern.
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Der Einsatz von Sicherheitslösungen der sogenannten Enterprise-Klasse kann bei KMU die Sicherheitslücken sogar vergrößern. (Bild: Sergey Nivens - Fotolia.com)

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können durch eine sinnvolle Nutzung der Cloud ihre gesamte IT-Infrastruktur effizient und kostengünstig schützen. Doch Mittelständler haben spezielle Bedürfnisse, die sie der Auswahl ihrer Lösung beachten sollten, um von Cloud-basierter Security zu profitieren.

Die meisten Anbieter von IT-Sicherheitslösungen richten ihre Produkte auf Kunden mit gut trainiertem IT-Personal und speziell für Sicherheitsbelange verantwortlichen Security-Teams aus, da der Verkauf von Security-Lösungen an große Unternehmen einfacher und profitabler ist. Große Unternehmen verfügen zumeist auch über ausgebildetes IT-Personal. Doch bei den meisten mittelständischen Unternehmen sieht die Situation anders aus: um die Sicherheit kümmern sich in der Regel ein IT-Generalist und teilweise sogar die Anwender selbst. Sie müssen auf sich allein gestellt vielfältige und immer komplexere Verantwortungen übernehmen. Dabei ist es nahezu unmöglich, als IT-Laie sämtliche Anforderungen zu bewältigen. In Anbetracht der Tatsache, dass Mitarbeiter immer häufiger Zugriff von immer mehr Geräten auf unternehmensinterne Systeme fordern, fehlt oft die Zeit für ein effizientes IT-Management.

Der Einsatz von Sicherheitslösungen der sogenannten Enterprise-Klasse kann bei KMU jedoch einen gegenläufigen Effekt haben und die Sicherheitslücken in diesen Unternehmen sogar vergrößern. Deshalb benötigen mittelständische Unternehmen Sicherheitslösungen, die weniger komplex und einfacher zu administrieren sind als große Lösungen. Die Entwicklung einfacher für KMU nutzbarer Lösungen ist für Hersteller jedoch mit hohen Kosten verbunden. Deshalb beschränken sich die meisten Security-Unternehmen darauf, ihre komplexen Lösungen als KMU-Lösungen zu verpacken und zu vermarkten. Damit ist den mittelständischen Unternehmen aber nicht geholfen; die Lösung dieses Problems könnten speziell für KMU entwickelte Lösungen aus der Cloud sein.

Sieben Tipps bei der Auswahl einer Security-Lösung aus der Cloud

Mit Cloud-basierten Sicherheitslösungen können KMUs die Komplexität der Systeme vereinfachen und die Sicherheit erhöhen. Mittlerweile sind diese Lösungen so ausgereift, dass sie die Anforderungen von KMU gut erfüllen. Doch bei den unterschiedlichen Angeboten gibt es kleine aber feine Unterschiede, die man beachten sollte:

  • Erstens sollte die Cloud-Lösung zentral von einer Management-Konsole aus einfach zu installieren, konfigurieren und managen sein. Zudem sollte sie einen automatischen und echtzeitfähigen Schutz vor den meisten Gefahren bieten.
  • Zweitens sollten alle Geräte geschützt sein. Denn die meisten Anwender nutzen heute mehrere Geräte für ihre Arbeit. Effiziente Sicherheitslösungen aus der Cloud sollten ein vereinheitlichtes Management bieten, das sowohl Windows- als auch Mac-Rechner sowie mobile Geräte schützt.
  • Drittens sollte jeder Anwender unabhängig vom verwendeten Gerät geschützt sein. Nutzerbasierte Regeln sollten einmal definiert werden können, sodass sie automatisch über alle Geräte hinweg greifen. So erhält der IT-Administrator einen transparenten Überblick über den Sicherheitsstatus aller Geräte im Unternehmen und auch über den Status einzelner Nutzer.
  • Viertens sollten die IT-Sicherheits-Suites vorkonfigurierbar sein, um die Voreinstellung von Funktionen wie Host-based Intrusion Prevention System (HIPS), Web-Sicherheit und Web-Filtering, die bei herkömmlichen Lösungen ein Spezialwissen erfordern, zu vereinfachen.
  • Fünftens, da 90 % aller Angriffe aus dem Web erfolgen, sind Web-Sicherheitsfilter in jedem Sicherheitsprodukt erforderlich. So ist der Zugriff zu infizierten Webseiten automatisch geblockt und bedrohliche Dateien können abgefangen werden, bevor sie in das Unternehmen gelangen.
  • Sechstens sollte die Cloud-Lösung Web-Filtering und Regelwerkumsetzung unabhängig vom Standort der Geräte ausführen können, um konsistenten Schutz zu bieten. Sobald Remote-Nutzer eine Internetverbindung öffnen führt der Client des Gerätes automatisch die vordefinierten Verbindungsregeln sowohl für Windows- als auch Mac-Geräte aus.
  • Siebtens, sollte eine Lizensierung nach Usern geboten werden. Denn die Security-Cloud-Angebote unterscheiden sich auch im Preis erheblich. Um die Kosten geringer zu halten, ist die Lizensierung nach Anzahl der User und nicht nach Anzahl der Geräte sinnvoll.

Security-Lösung muss zum Unternehmen passen

KMU haben mit den Möglichkeiten, die sich aus der Cloud-Nutzung ergeben, große Potenziale, ihre gesamte IT-Infrastruktur effizienter und kostengünstiger zu schützen. Wichtig sind die Leistungsfähigkeit der Lösung und eine Skalierung, die zu KMU passt. Es lohnt sich also einen detaillierten Anforderungskatalog zu erstellen um damit die passende Lösung zu finden, um nicht am Ende des Tages mit zu komplexen Systemen kämpfen und in Folge zu viel Budget aufwenden zu müssen. MM

* Gerhard Eschelbeck ist CTO bei der Sophos GmbH in 65189 Wiesbaden, Tel. (06 11) 58 58-0, info@sophos.de

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