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Werkzeugmaschinen

CNC-Bearbeitungszentrum kommt ganz ohne Hydraulik aus

20.09.2011 | Redakteur: Bernhard Kuttkat

Werkstückspannung ganz ohne Hydraulik durch Synchronmotoren und Hakenschwenkspanner. Bild: Grob-Werke

Wer bei dem neuen Bearbeitungszentrum der Grob-Werke nach Hydraulikleitungen sucht, wird nicht fündig. Dem Mindelheimer Werkzeughersteller ist es gelungen, die CNC-Technik sowohl zur Steuerung der Maschinenachsen und der Automation als auch für den Antrieb der Werkstück- und Werkzeugspannung einzusetzen. Alle Werkstücke können elektromechanisch gespannt und alle Werkzeuge elektromechanisch gelöst werden. Die Elektromechanik hat die Hydraulik verdrängt. Das war der Jury einen MM Award zur EMO 2011 wert.

Herstellerangaben zufolge werden alle Bewegungen in der Maschine in diesem System von Synchronmotoren erzeugt. Lediglich die Aggregate zur Kühlung und die Förderbänder werden von Drehstrommotoren angetrieben, heißt es weiter. Auch aus der letzten hydraulikbetriebenen Baugruppe, dem Palettenwechsler wurde die Hydraulik verbannt. „Wir sind sicher, dass wir mit dem Wechsel von der Hydraulik zur Elektromechanik die technische Verfügbarkeit der Bearbeitungszentren spürbar erhöhen können“, so German Wankmiller, Vorsitzender der Grob-Geschäftsleitung.

Elektromechanik sorgt für mehr Flexibilität und eine bessere Energiebilanz

Mit der Elektromechanik erzielen die Bearbeitungszentren laut Grob noch bessere Flexibilität und eine weitere Verbesserung der Energiebilanz. „Der Wirkungsgrad der Hydraulik ist geringer und die Energiebilanz der Elektromechanik einfach besser“, rückt Grob-Entwicklungsbereichsleiter Alfred Höbel einen Vorteil des neuen Bearbeitungszentrums ins rechte Licht.

Die weiteren Vorteile der Elektromechanik lägen auf der Hand: Das Lösen der Werkzeuge geschehe deutlich leiser, verhindere die harten Schläge, die bei jedem Werkzeugwechsel auch das Spindellagersystem treffen, und – ganz entscheidend – die Nebenzeiten werden noch einmal reduziert.

Präsentiert wird diese hydraulikfreie Ausführung eines Bearbeitungszentrums beispielsweise an einer Grob-Standardmaschine G350 mit Siemens-Steuerung 840 sl MDynamics und einer Grob-Motorspindel HSK-63 mit Drehzahlen bis 18.000 min–1.

Grob-Werke GmbH & Co. KG auf der EMO 2011: Halle 12, Stand B04

Mehr zur EMO 2011 finden Sie in unserem Online-Special.

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