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Sandvik Coromant

Composites mit patentiertem Werkzeug sorgenfreier bearbeiten

| Redakteur: Peter Königsreuther

Sandvik Coromant hat als Spezialist für effektive Zerspanungswerkzeuge auch für die Bearbeitung von Composites wieder etwas Neues in petto: Carbon- und glasfaserverstärkte Kunststoffe könnten mit der aus drei Fräsern bestehenden Modellpalette mit Namen Coromill Plura delaminationsfrei sowie schnell und präzise bearbeitet werden, wie das Unternehmen berichtet.
Sandvik Coromant hat als Spezialist für effektive Zerspanungswerkzeuge auch für die Bearbeitung von Composites wieder etwas Neues in petto: Carbon- und glasfaserverstärkte Kunststoffe könnten mit der aus drei Fräsern bestehenden Modellpalette mit Namen Coromill Plura delaminationsfrei sowie schnell und präzise bearbeitet werden, wie das Unternehmen berichtet. (Bild: Sandvik Coromant)

Compositebauteile aus CFK und GFK werden in der Masse immer noch spanend bearbeitet, um sie auf Endkontur zu bringen und sie außerdem mit allen notwendigen funktionalisierenden Merkmalen, wie Durchbrüchen, Nuten oder Löchern zu versehen. Eine neue Generation von Schaftfräsern soll diese Aufgaben nun noch besser übernehmen können.

Wie die Sandvik-Coromant-Experten erklärt, sollen vor allem Fertigungsingenieure, Produktionsleiter und Anlagenbediener aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, aber auch Vertreter aus dem Automobi- und Motorsport, der Windkraft, der Abwassertechnik, dem Leichtbau und der Schifffahrt, von den Möglichkeiten der patentierten Geometrien der neuen Schaftfräser der Coromill-Plura-Reihe profitieren können.

Mehrachs-Bearbeitung ist kein Problem

Weil die im Vergleich zu Metallen sehr abrasiven Bestandteile vieler Verbundwerkstoffe Probleme wie rapiden Werkzeugverschleiß, beeinträchtigte Schnittqualität, steigende Temperaturen, Vibrationen und instabile Zerspanungsbedingungen verursachen, bedarf es besonderer Werkzeuge, welche diese Problemfelder möglichst klein halten, wie es heißt. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen sei die neue Coromill-Plura-Generation von Sandvik Coromant speziell dafür entwickelt worden, um die CFK- und GFK-Bearbeitung auf CNC-Bearbeitungszentren mit drei, vier oder fünf Achsen – aber auch auf CNC-Maschinen in Gantry-Bauweise sowie autonomen Robotorarmsystemen – deutlich zu verbessern.

Optimale Helfer für die Luft- und Raumfahrt

„Die Marke Coromill Plura ist lange etabliert und hat sich in der Branche bewährt,“ so Aaron Howcroft, Global Product Manager Composites von Sandvik Coromant. Für diese neueste Schaftfräser-Generation wurden laut Howcroft patentierte Geometrien entwickelt, die speziell die Bearbeitung von Verbundbauteilen in der Luft- und Raumfahrt optimieren. Dazu gehörten etwa der Flugzeugrumpf, die Tragflächen, die Stabilisatoren, Stringer, Holme, Rippen, Rahmen, Unterkonstruktionen, Querträger, Streben und Druckscheiben. Howcroft weiter: „Die Schaftfräser bieten eine hohe Produktivität und im Vergleich zum Wettbewerb die längste Standzeit. Darüber hinaus sind sie als Standardartikel schnell für den Anwender verfügbar.“

Drei Fräser für Verbundwerkstoffe

Beim allgemeinen Fräsen und Nutenfräsen von Verbundwerkstoffen könnten die neuen Schaftfräser vor allem unter großem radialem Einsatz und bei voller Schnitttiefe genutzt werden. Die Drallwinkel wurden, heißt es, sorgfältig abgestimmt, um stets scharf zu sein und die Schneidkantenstabilität zu sichern, damit die Standzeiten maximiert werden sowie eine hochwertige Oberflächen-, Schneid- und Schlitzbearbeitung erreicht wird. Das Sortiment umfasse drei Fräser: den Cormill Plura Kompressions-, den Schaft- und den Vielzahn-Schaftfräser.

Kühl und vibrationsarm fräsen

Der Coromill-Plura-Kompressionsfräser mit seiner doppelten 40-°-Helix eignet sich laut Hersteller besonders für spezielle gewebte Glasschichten, die oft auf beiden Seiten der entsprechenden Werkstücke platziert sind. Weil es dabei meist eine Überlappung zwischen den komprimierten Spankanälen gebe, sei der Schaftfräser aufgrund seiner geringen Vibration besonders gut für dünne, flache Werkstücke einsetzbar, die so kaum zum Aufschwingen angeregt werden.

Speziell entwickelt für glatte und gratfreie Schlichtdurchgänge bei Compositewerkstücken, verfüge der Coromill-Plura-Schaftfräser über eine besonders hohe Zähnezahl und eine Beschichtung, die hohe Vorschübe erlaube sowie zuverlässig vor sich aufstauender Prozesswärme schütze. Die Option, zwischen Links- oder Rechtsspirale zu wählen, macht ihn in Bezug auf das Material selbst unter anspruchsvollen Bedingungen besonders flexibel in der Anwendung; zum Beispiel bei instabilen Vorrichtungen oder großen Werkstücküberhängen, die zum Flattern neigen könnten, wie der Hersteller erklärt.

Composites kontinuierlich bearbeiten

Betrachte man den Coromill-Plura-Vielzahn-Schaftfräser, so ermögliche er mit seiner weiten Spankanalform sehr hohe Zerspanungsraten. Aus der speziellen Geometrie resultieren in axialer Richtung ausbalancierte Spanungskraftvektoren, einen sogenannten „dualen Zerspanungsvorgang“, der sowohl die Delaminationsgefahr als auch unerwünschte Vibrationen reduziert und dadurch eine Möglichkeit bietet, welche die Belastung auf die Compositeteile minimiert und die Bearbeitung so auch in einem Durchgang ermöglicht, wie Sandvik Coromant präzisiert. MM

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