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Spezialversicherung

Cyberrisiken gefährden den Erfolg im produzierenden Mittelstand

| Autor / Redakteur: Stefan Sievers / Claudia Otto

Ein hundertprozentiger Schutz vor Cyberangriffen ist nicht möglich.
Ein hundertprozentiger Schutz vor Cyberangriffen ist nicht möglich. (Bild: Marco2811 - Fotolia.com)

Die spektakulären Cybervorfälle bei Großunternehmen sind nur die Spitze des Eisbergs. Was vielen kleinen und mittleren Unternehmen nicht bewusst ist: Sie sind gleichermaßen von Cyberrisiken betroffen, stehen im Schadenfall aber im Unterschied zu Konzernen rasch vor einer existenzbedrohenden Situation.

Seit nunmehr sieben Jahren befinden wir uns in der Wirtschaftskrise und ein rasches Ende ist nicht in Sicht. Dennoch geht es dem deutschen Mittelstand erstaunlich gut. Die kürzlich von Hiscox veröffentlichte Länderstudie „DNA of an Entrepreneur 2014“ zeichnet ein genaues Bild der wirtschaftlichen Lage kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Deutschland, den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Frankreich. Und die Untersuchung belegt den Erfolg der deutschen KMU in allen gemessenen Kategorien: 59 % der Unternehmen steigerten im Vorjahr ihren Umsatz, 57 % ihren Gewinn. 70 % der deutschen Unternehmen konnten mehr Neukunden als im Vorjahr akquirieren, 23 % zusätzliches Personal einstellen. Bei Aufträgen und positiver Auslastung konnten sich 58 % steigern.

In allen Bereichen haben deutsche Unternehmen damit ihre Mitbewerber in den übrigen Ländern überholt. Die erfreulichen Ergebnisse schlagen sich auch in der Selbstwahrnehmung deutscher Mittelständler nieder: In keinem anderen Land blicken so viele Unternehmen optimistisch ins kommende Jahr: 53 % erwarten eine anhaltend positive Entwicklung. Trotz der bereits überaus positiven Zahlen entwickeln sich produzierendes Gewerbe und Maschinenbauer sogar nochmals deutlich besser bei der Steigerung von Umsatz (68 %), Gewinn (60 %), Personal (28 %) und Auslastung (60 %). Kurz und knapp: Dem deutschen Mittelstand geht es sehr gut, dem produzierenden Gewerbe sogar hervorragend.

Bedrohung durch Cyberrisiken in deutschen Unternehmen vernachlässigt

Der Mittelstandsreport des Spezialversicherers Hiscox wirft zugleich aber ein überaus beunruhigendes Schlaglicht auf deutsche KMU: Die zunehmende Bedrohung durch Cyberrisiken – darunter Gefahren wie Datenverlust, Hacking, Computersabotage und Phising – wird in deutschen Unternehmen sträflich vernachlässigt. 95 % der befragten Mittelständler besitzen keine Versicherung gegen Onlinekriminalität, 38 % halten Datenverlust zwar für ein bedeutendes Risiko, sind aber nicht dagegen versichert, und 28 % der Unternehmen haben kein systematisches Backup-System und stünden damit bei Datenverlust schnell vor dem Aus.

Konträr zur wirtschaftlichen Entwicklung sind damit deutsche KMU unter allen untersuchten Ländern am schlechtesten gegen Cyberrisiken abgesichert. Doch immerhin in einem Punkt scheint der Mittelstand die Zeichen der Zeit erkannt zu haben: Gaben 2013 noch 41 % der Befragten an, jedweden Mailverkehr unverschlüsselt zu übertragen, machen dies 2014 nur noch 25 %. Das Risikobewusstsein scheint durch die NSA-Affäre und den Wirbel um die Enthüllungen durch Edward Snowden geschärft worden zu sein – zumindest hinsichtlich der Übermittlung sensibler Daten.

Ergänzendes zum Thema
 
Wie funktioniert eine Versicherung gegen Cyberrisiken?
Beispiel: Cyber Risk Management by Hiscox

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