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Kommentar

Das Making-of der Titelstory

| Autor: Simone Käfer

(Bild: Johannes Untch - VBM)

Warum wir den wichtigsten Platz im Heft für Frauen reservierten und welche Frage die wichtigste von allen ist.

Eine beliebige Industriemesse. Sie laufen durch die Gänge, achten nicht auf die Exponate, sondern auf das Standpersonal. Was sehen Sie? Vornehmlich dunkle Anzüge. Männer in dunklen Anzügen. Suchend gehen Sie durch die Messegänge. Da hinten, sehen Sie, da ist eine Frau! Sie kommt sogar freundlich lächelnd auf Sie zu. Aber nein, sie ist weder Produktmanagerin noch im Vertrieb. Sie ist Messehostess. Am nächsten Stand sehen Sie bestrumpfte Beine unter einem dunklen Kostüm aufblitzen. Jetzt aber, jetzt haben Sie eine Ingenieurin gefunden! Naja, fast: Sie haben eine Marketingleiterin entdeckt.

In den letzten vier Jahren sind mir genau drei Ingenieurinnen auf Messeständen begegnet. Auch Fachtexte werden meistens von Männern geschrieben, Vorträge von Männern gehalten. Wo sind die Ingenieurinnen? Mit dieser Frage haben meine Kollegin Victoria Sonnenberg und ich uns auf die Suche gemacht. Zuerst theoretisch. Wir könnten viele Studien zitieren, deren Inhalt wir alle schon kennen: Es gibt eine „leaking pipeline”, eine gläserne Decke, die es Frauen scheinbar unmöglich macht, in technische Berufe zu kommen. Schuld sei unter anderem eine männlich dominierte Berufskultur. Das war uns ein wenig zu viel Klischee. Also suchten wir Frauen aus der Praxis. Wir fanden sechs Geschäftsführerinnen.

Doch: Welche Fragen wollten wir eigentlich stellen? Von den Themen „arbeitende Mutter” und „böser männlicher Kollege”, also die Frau in der Opferrolle, sind wir selbst genervt. Außerdem konnten wir nicht glauben, dass Frauen deswegen keine Mint-Berufe ergreifen. Und schon hatten wir die richtige Frage: Warum sind Sie in eine technische Welt eingetaucht? Unseren Favoriten möchten wir Ihnen hier präsentieren: „Sicher ist Mode auch interessant, aber für mich war es immer zu wenig Technik, um sich den ganzen Tag nur mit Kleidern zu beschäftigen.“ Lara Knuth von SPS Schiekel. Weitere Antworten dazu, welchen Gewinn Frauen für Unternehmen darstellen, und die richtige Strategie, wie frau als Ingenieurin erfolgreich wird, lesen Sie in „Deswegen wurde ich Ingenieurin”.

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