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Industrie 4.0

Datenschutz in der Industrie 4.0

| Autor / Redakteur: Regina Mühlich / Florian Stocker

Digitale Einfallstore für Datenklau und Cyberkriminalität bestehen auch in der „Smart Factory“. Die Diskussion über Datenschutz und Datensicherheit in der Industrie sollte daher aktiv geführt werden.
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Digitale Einfallstore für Datenklau und Cyberkriminalität bestehen auch in der „Smart Factory“. Die Diskussion über Datenschutz und Datensicherheit in der Industrie sollte daher aktiv geführt werden. (Bild: Bastian Weltjen - Fotolia.com)

Die Smart Factory ist Ergebnis und Anspruch der vierten industriellen Revolution. Doch gerade der Datenschutz muss an neue Herausforderungen angepasst werden. Jede Branche ist individuell gefordert, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Das Jahr 2011 markiert den Zeitpunkt, an dem erstmals die Hightech-Strategie der Bundesregierung ausgerufen wurde. Die Zukunftsvision läuft seit Herbst 2013 als Plattform „Industrie 4.0“ im Gemeinschaftsprojekt der deutschen Wirtschaftsverbände Bitkom, VDMA und ZVEI weiter. Die Automatisierung der Industrie soll durch die Einführung verschiedener Verfahren zur Selbstdiagnose und -optimierung intelligenter werden. Die Produktion wird dadurch schneller und günstiger, Prozesse lassen sich leichter überwachen und steuern. Nach der Mechanisierung mit Dampf- und Wasserkraft, der Massenfertigung durch Fließbandfertigung und elektrische Energie und der Digitalisierung durch den Einsatz von Elektronik und IT stellt Industrie 4.0 den nächsten Meilenstein in der sich wandelnden Industrie dar.

Smart Factory geht nicht ohne Big Data

Durch die Verschmelzung von Informations- und Automatisierungstechnologien ergeben sich für Unternehmen und Industrie viele Chancen. Mithilfe der IT können neue Servicefunktionen angeboten, Produktionsprozesse einfacher optimiert sowie durch drahtlose Fernwartung Störungen schneller behoben werden. Optimales Ergebnis: Die globale Wettbewerbsfähigkeit steigt. Eben diese Vernetzung des kompletten Wertschöpfungsprozesses eines Unternehmens ist der zentrale Aspekt einer Smart Factory. Grundvoraussetzung und notwendige Begleiterscheinung sind Daten ohne Ende. „Big Data“ ist auch hier das Schlagwort. Für jeden Zugriff, für jede Information zwischen Mensch und Maschine beziehungsweise Maschine und Maschine werden Daten generiert, zur Verfügung gestellt, durch Kabel und Funktechnik übertragen und gespeichert.

Unsicherheiten und Herausforderungen

Die damiteinhergehende, dem Kerngedanken von Industrie 4.0 inhärente und notwendige Vernetzung birgt neben Komfort und Effizienz auch viele Gefahren. Begleiterscheinungen der Vernetzung der Anlagen werden oft unterschätzt. Als Kehrseite der Smart Factory vermehren sich digitale Einfallstore für Datenklau, Industriespionage und Cyberkriminalität. Der Datenschutz muss an die neuen Herausforderungen angepasst, Sicherheitslücken müssen rigoros geschlossen werden. Die Industrie 4.0 trifft jedoch auf ein rechtliches Umfeld, das den vielschichtigen Anforderungen und der Komplexität der Innovation nur teilweise gewachsen scheint. Das führt zu Unsicherheiten im täglichen Umgang, hier vor allem in Datenschutzfragen.

Besonderer Fokus soll auf dem Schutz der Unternehmensdaten liegen. Steigt doch im Bereich Smart Factory nicht nur der Umfang der anfallenden Daten, sondern ebenso deren Aussagekraft. Hinzu kommt, dass Produktions- und Anlagenprozesse nicht weiter durch einzelne Betriebe realisiert werden. Es bilden sich ganze Unternehmensnetzwerke zu neuen Wertschöpfungsketten aus.

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