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Notfallmanagement

Deutsche Unternehmen sind schlecht auf Cyberangriffe vorbereitet

| Redakteur: Robert Horn

Nur wenige Unternehmen in Deutschland verfügen über ein solides Notfallmanagement im Falle einer Attacke aus dem Internet, bemängelt eine Studie des Digitalverbands Bitkom.
Nur wenige Unternehmen in Deutschland verfügen über ein solides Notfallmanagement im Falle einer Attacke aus dem Internet, bemängelt eine Studie des Digitalverbands Bitkom. (Bild: gemeinfrei/Unsplash / CC0)

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BITKOM Bundesverband Informa- tionswirtschaft, Telekommuni- kation und Neue Medien e.V.

Nicht einmal die Hälfte aller Unternehmen hat im Falle eines Cyberangriffs Pläne für ein Notfallmanagement. Dabei ist die Gefahr nicht zu unterschätzen.

Digitale Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl kann jedes Unternehmen treffen, der Schaden ist enorm – vorbereitet sind darauf allerdings weniger Unternehmen, als man vermuten könnte.

Nach einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom nutzen gerade mal 43 % aller Unternehmen ein Notfallamangement, das regelt, was im Falle eines akuten Cyberangriffs zu tun ist. Auch die Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) sind laut Umfrage kaum besser vorbereitet. Her verfügen gerade mal etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 %) einen Notfallplan, bei Nicht-KRITIS-Unternehmen sind es 41 %.

Je größer, desto besser vorbereitet

Am besten schnitten Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern an: Hier hatten knapp 70 % ein Notfallmanagement, bei Unternehmen bis 499 Mitarbeitern waren es noch 61 %. Kleine Unternehmen mit bis zu 99 Mitarbeitern waren nur zu 40 % vorbereitet. „Die Verantwortlichen in den Unternehmen sollten erkennen, dass die Gefahr digitaler Angriffe real ist. Wer darauf verzichtet, einen entsprechenden Notfallplan zu erstellen und kein Notfallmanagement etabliert, der gefährdet die Sicherheit des eigenen Unternehmens, seiner Mitarbeiter, Partner und Kunden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

SO FUNKTIONIERT NOTFALLMANAGEMENT Ein betriebliches Notfallmanagement legt in schriftlicher Form Sofortmaßnahmen fest, die erfolgen müssen wenn etwa die Produktion aufgrund digitaler Angriffe lahmgelegt wird, wichtige Webseiten wie Online-Dienste oder Online-Shops nicht erreichbar sind oder aber sensible Unternehmensdaten abfließen. Ziel ist es, den jeweiligen Cyberangriff möglichst rasch zu unterbinden, die Integrität der Daten zu schützen und die Arbeitsfähigkeit des Unternehmens wieder herzustellen.
Die Maßnahmen für die Erarbeitung eines Notfallmanagements können dabei vom Erstellen einer Kontaktliste mit den wichtigsten Ansprechpartnern bis hin zu mehrtägigen Übungen reichen, bei denen verschiedene Szenarien durchgespielt werden. Das Notfallmanagement sollte auch festlegen, in welchen Fällen externe Dienstleister hinzugezogen werden, wann staatliche Stellen eingeschaltet oder wie Mitarbeiter oder auch die Öffentlichkeit von dem Vorfall informiert werden können.

Die wichtigsten Informationen zum Notfallmanagement bei Cyberangriffen

Mehr Informationen zum Thema finden Sie beim Bundesamt für Sicherheit in der InformationstechnikBundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unter oder beim IT-Sicherheits-Blog Deutschland sicher im Netz.

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