Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube
Drohnen-Sicherheit

Die Drohnen-IT ist ein gefundenes Ziel von luftigen Hackangriffen

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Unbemannte Flugkörper sind auf dem Vormarsch, ursprünglich aus dem Militär stammend, entwickelt sich ihr Einsatzspektrum rasant.
Unbemannte Flugkörper sind auf dem Vormarsch, ursprünglich aus dem Militär stammend, entwickelt sich ihr Einsatzspektrum rasant. (Bild: Radar Services)

Der Einsatz unbemannter Flugkörper liegt im Trend und hält vermehrt Einzug in unterschiedlichen Bereichen. Ursprünglich im militärischen Bereich eingesetzt, ist ihr Einsatzspektrum nahezu unbegrenzt. Weniger unbegrenzt ist das Sicherheitsrisiko der dabei genutzten IT, das, je stärker die Drohne ins Rampenlicht rückt, vermehrt in den Mittelpunkt der Diskussion gelangt.

Die Logistikdienstleister Amazon und die Deutsche Post testen Paketdrohnen, um Personalkosten zu sparen. Die Regierung von Dubai plant offizielle Dokumente per Drohnen an ihre Empfänger zu liefern, um die chronisch verstopften Straßen der Stadt zu umgehen. Und in Europa könnten Drohnen zukünftig im Katastrophenschutz eingesetzt werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Doch kommt alles Gute in diesem Fall tatsächlich von oben? Der Service-Dienstleister im Bereich IT-Security Radar Services stellte sich diese Frage und analysierte die Risiken beim Drohneneinsatz aus IT-Sicherheitssicht näher.

Frei zugängliche Funkfrequenzen können Drohnen-IT gefährlich werden

„Drohnen errechnen ihre Position im Raum anhand von GPS-Signalen, senden Informationen an andere Flugkörper und werden über eine Verbindung zum Kontrollzentrum gesteuert. Angriffe auf all diese Verbindungen sind ohne großen Aufwand möglich“, erklärt Harald Reisinger, Geschäftsführer von Radar Services, der die Möglichkeiten für Angriffe auf die IT von Drohnen untersuchte. „Eine wesentliche Gefahr stellen die frei zugänglichen Funkfrequenzen dar auf denen die Kommunikation zwischen Bodenstation und Drohne basiert. Ein zweites Risiko betrifft die unverschlüsselten Signale zwischen den Geräten. Angreifer überdecken echte GPS-Signale und ersetzen sie durch eigene. Oder sie trennen und ersetzen die Wi-Fi-Verbindung zwischen Drohne und Bodenstation. So wird die Drohne umgelenkt oder zum Absturz gebracht“, so Reisinger weiter.

Drohnen fehlt ein Authentisierungsmechanismus

Derzeit ist es technisch nicht möglich, die Fähigkeiten eines menschlichen Pilots vollständig nachzubilden. „Ein Pilot würde erkennen, wenn der Kurs des Flugkörpers ungeplant verändert würde. Bei unbemannten Drohnen fehlt jedoch ein Authentisierungsmechanismus oder eine Verschlüsselungsmöglichkeit für Signale, sodass Kursabweichungen gemeldet würden“, so Reisinger. Da mitunter Drohnen auch sensible Daten an die Bodenstation übertragen oder von dieser im Rahmen ihrer Flüge erhalten, gilt es ebenfalls die IT-Infrastruktur am Boden zu überwachen und mögliche Angriffe auf diese frühzeitig zu erkennen.

Unternehmen, die Drohnen einsetzen wollen, müssen daher den Fokus einerseits auf die laufenden Überwachung der Kommunikation mit den Drohnen legen und andererseits auf die kontinuierliche Erkennung von Schwachstellen und verdächtigen Aktivitäten in ihrer IT, durch welche der Betrieb und die Steuerung der Drohnen erfolgt. „Alle Verbindungen zwischen Drohnen und Bodenstation sowie zwischen Drohnen und anderen Flugkörpern müssen konsequent auf Auffälligkeiten hin überprüft werden. Auf tatsächliche Gefahren und Verwundbarkeiten für die Steuerungs-IT am Boden muss blitzschnell und zielgerichtet reagiert werden“, erklärt Reisinger.

Per Erkennungs- und Korrelationsmechanismen Unregelmäßigkeiten erkennen

Radar Services setzt für seine Kunden eines der weltweit wohl umfangreichsten Portfolios an Erkennungs- und Korrelationsmechanismen ein, um rund um die Uhr sicherheitsrelevante Informationen sämtlicher IT-Komponenten zusammenzuführen und zu analysieren. Sobald dabei eine Unregelmäßigkeit erkannt oder eine Schwachstelle gefunden wird, bekommen die Sicherheitsexperten ein Alarmsignal und können ihre Kunden warnen. Die aufbereiteten Informationen über den Vorfall ermöglichen die sofortige Einleitung von Behebungsmaßnahmen, sodass das Unternehmen schnellstmöglich wieder sicher ist.

„Die IT-Sicherheit beim Einsatz von Drohnen ist eine herausfordernde aber lösbare Aufgabe. Sie wird den weltweiten Trend der zivilen Nutzung von Drohnen nicht aufhalten. Intensive und vorausschauende Maßnahmen zur Erkennung von IT-Sicherheitsproblemen und -Risiken werden die zuverlässige und sichere Lieferung von Amazon-Paketen und Co. dauerhaft sicherstellen“, so Reisinger abschließend.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42921904 / Arbeitschutz / Umweltschutz)