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Yaskawa

Die Mutter der Mechatronik feiert 100. Geburtstag

| Autor: Stefanie Michel

Mit der Antriebstechnik hat alles begonnen und sie ist nach wie vor das, was Yaskawa antreibt (im Bild: 3-Phasen-Asynchronmotor von 1917).
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Mit der Antriebstechnik hat alles begonnen und sie ist nach wie vor das, was Yaskawa antreibt (im Bild: 3-Phasen-Asynchronmotor von 1917). (Bild: Yaskawa)

Auf eine solch lange Unternehmensgeschichte kann nicht jedes Unternehmen zurückblicken: 100 Jahre existiert Yaskawa nun und feierte das gebührend – auch in Deutschland. Deshalb waren Kunden und Gäste zum Festakt nach Eschborn eingeladen.

Gegründet wurde das Unternehmen 1915 im japanischen Kitakyushu von Keiichiro Yasukawa und seinen Sohn Daigoro. Der Bergbau dort benötigte Maschinen und dafür hat man Elektromotoren hergestellt. Hier lag auch für die nächsten Jahrzehnte der Entwicklungsschwerpunkt. Inzwischen gehört man international zu den großen Anbietern: Wie Manfred Stern, CEO von Yaskawa Europe, berichtete, wurden im letzten Jahr über 1,9 Mio. Frequenzumrichter und 1 Mio. Servoantriebe verkauft.

Yaskawa ist aber nicht nur bekannt für seine Antriebstechnik – auch wenn sie nach Aussage von Stern nach wie vor das ist, was das Unternehmen treibt – sondern ebenso für seine Motoman-Roboter. Der erste elektromechanische Roboter Motoman-L10 kam 1977 auf den Markt, heute sind über 100 Industrieroboter im Portfolio. Mit über 300.000 produzierten Motoman-Industrierobotern gilt das Unternehmen als größter Hersteller in diesem Bereich.

Yaskawa prägte den Begriff „Mechatronik“

Dass Yaskawa immer wieder Technikgeschichte geschrieben hat, zeigt sich zum einen an Produkten wie dem dreiphasigen Asynchronmotor 1917, aber auch an dem Weitblick, schon in den 1960er-Jahren erkannt zu haben, dass Mechanik und Elektrik zusammenarbeiten können. Damals prägte Yaskawa den Begriff „Mechatronik“ und ließ ihn 1969 markenrechtlich schützen – verzichtete darauf aber Ende der 1970er-Jahre. Dem, was der Begriff aussagt, sind die Japaner allerdings treu geblieben: angefangen von den Entwicklungen in der Servo- und Invertertechnik bis hin zu den heutigen Entwicklungen in Richtung Industrie 4.0 und einer automatisierten Fertigung.

Im Mittelpunkt der Unternehmensvision bis 2025 steht, „neue Werte für die Gemeinschaft“ zu schaffen. Das bedeutet, Yaskawa würde nie einen Auftrag in Richtung Wehrtechnik annehmen, dafür aber beispielsweise Lösungen anbieten, die dem Klimaschutz dienen (energiesparende Motoren, Komponenten für Wind- und Solarenergie) oder zusammen mit Re-Walk querschnittsgelähmten Menschen das Laufen wieder beibringen.

Ziel ist es aber auch, so Stern, die Marktführerschaft in den Kerngeschäften (Servoantriebe, Umrichter, Roboter) auszubauen. Dazu gehört, dass alle Komponenten das Internet der Dinge unterstützen und miteinander kommunizieren können, aber ebenso der zunehmende Einsatz von Simulation. Man müsse Anlagen schon vorher virtuell konzipieren und die Produktion simulieren. Zudem spielt das Thema Sicherheit eine immer größere Rolle – sowohl hinsichtlich IT-Security als auch bei der kollaborativen Nutzung der Roboter .

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