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Azubi-Recruiting Trends 2017

Dos and Don'ts des Azubi-Recruitings

| Redakteur: Andrea Gillhuber

Die Studie „Azubi-Recruiting Trends 2017“ gibt Unternehmen Handlungsempfehlungen, wie sie qualifizierte Bewerber für sich gewinnen können.
Die Studie „Azubi-Recruiting Trends 2017“ gibt Unternehmen Handlungsempfehlungen, wie sie qualifizierte Bewerber für sich gewinnen können. (Bild: Katarzyna Bialasiewicz photographee.eu)

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Die Studie „Azubi-Recruiting Trends 2017“ zeigt die Bewerbungsphase aus Sicht von Ausbilder und Azubis und gibt Handlungsempfehlungen, wie Unternehmen qualifizierte Azubis für sich gewinnen können.

Ist das Anforderungsprofil der Stellenausschreibung zu umfangreich, sortieren Unternehmen vor allem Bewerber aus, die sich und ihre Fähigkeiten selbstkritisch hinterfragen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Azubi-Recruiting Trends 2017“, einer doppelperspektivischen Untersuchungen zum Azubi- Marketing und -Recruiting in Deutschland. Die Untersuchung vergleicht die Sicht der Ausbilder mit der der Auszubildenden beziehungsweise der Azubibewerber. In diesem Jahr wurden diese Perspektiven um die Sichtweise der Schülereltern ergänzt. Die Liveinterviews führte U-Form Testsysteme auf der Studien- und Ausbildungsmesse „Einstieg“ durch, welche ein Kooperationspartner der „Azubi-Recruiting Trends 2017“ ist.

Mit unpassenden Anforderungsprofilen vergraulen Unternehmen Azubis

Wer hat die besten, wer die schlechtesten Karten im Bewerbungskampf um Ausbildungsplätze? Mit dieser Frage befassen sich zahlreiche Untersuchungen. Demnach fallen viele Bewerber durch das Raster der Unternehmen und müssen verstärkt um einen Ausbildungsplatz kämpfen. Vor allem Hauptschüler werden in diesem Zusammenhang die schlechteren Chancen zugesprochen. Die vorliegende Studie „Azubi-Recruiting Trends 2017“ zeigt ein anderes Bild: 46,4 % der Azubibewerber schreiben eine bis fünf Bewerbungen, rund 34,2 % mehr als zehn. Über 60 % erhalten dann eine oder mehr Ausbildungsplatzangebote. Handlungsbedarf sehen die Studienverantwortlichen an ganz bestimmten Stellen: So bemängeln sie die Anforderungsprofile. Laut der Untersuchung müssen bei 61,4 % der Ausbildungsbetriebe „nicht alle“ Anforderungen an die Kandidaten erfüllt werden. Allerdings nehmen die angehenden Auszubildenden diesen Kriterienkatalog ernst: 19,1 % bewerben sich nur, wenn sie alle Anforderungen, 29,7 % wenn sie vier von fünf Anforderungen erfüllen. Dem Großteil der Unternehmen entgeht dadurch rund die Hälfte der potenziell qualifizierten Bewerber, nämlich genau die Zielgruppe, die ihre Fähigkeiten selbstkritisch hinterfragt. Nur 2,3 % der Betriebe sortieren die Bewerber konsequent nach den gestellten Kriterien aus.

Ebenso bemängelt wird in der Studie, dass sich Ausbildungsbetriebe aktuell wenig Gedanken über den Kriterienkatalog machen. So werde sowohl für Kaufleute für Büromanagement als auch für Fachinformatiker das gleiche Anforderungsprofil erstellt, obwohl diese Berufsgruppen unterschiedlicher kaum sein könnten. „Statt mit überzogenen Anforderungsprofilen in Stellenanzeigen abzuschrecken, sollten Betriebe versuchen, durch spannende Darstellung der Ausbildungsinhalte junge Menschen für ihre Ausbildung zu begeistern. Lassen die Beschreibungen erkennen, welche Kenntnisse und Fähigkeiten mich zu einem guten Azubi machen, bedarf es keines klassischen Anforderungsprofils“, so die Handlungsempfehlung der Studienverantwortlichen.

Arbeitsumfeld entscheidend bei der Wahl des Ausbildungsunternehmens

Angehende Azubis informieren sich zumeist online, beispielsweise über Suchmaschinen mit Ausbildungsberuf und Ort (59,4 %), die Karrierewebseite eines Unternehmens (54,8 %) sowie über das Onlineangebot der Agentur für Arbeit (40,9 %), über passende Lehrstellen. Entscheidend für die Wahl des Ausbildungsbetriebs ist jedoch der persönliche Eindruck des Bewerbers vom Unternehmen. So sind für 53,8 % die gute Atmosphäre, für 47,3 % das sympathische Gespräch ausschlaggebend für die letztendliche Wahl des Ausbildungsplatzes. Auffällig ist zudem, dass sich 71,1 % der Azubis die Möglichkeit des Probearbeitens wünschen, um besser einschätzen zu können, ob der Beruf oder auch der Betrieb zu ihren Interessen und Fähigkeiten passt. Allerdings bietet nur rund ein Drittel der Ausbildungsbetriebe dies an.

Auszubildende wünschen sich mehr E-Learning-Angebote

Im August und September starten sogenannte Digital Natives ins Berufsleben. Die meisten Azubis finden digitale Lernangebote für die duale Ausbildung wichtig. Kein Wunder also, dass bei 56 % der befragten Azubis und Bewerber Lern- und Erklärvideos hoch im Kurs stehen. 55,4 % der befragten Azubis und Azubibewerber benennen Firmenwikis als wichtiges Instrument. Die Studienverantwortlichen bemängeln, dass es bei digitalen Lernformaten Nachholbedarf gibt. „Die Zielgruppe findet sie wichtig, Ausbilder finden sie wichtig, aber Ausbildungsbetriebe setzen sie noch zu wenig ein. Betriebe könnten sinnvolle E-Learning Angebote zum Beispiel dazu nutzen, das Abschneiden ihrer Auszubildenden bei den IHK-Prüfungen zu verbessern“, so die Einordnung.

Die Ergebnisse der Studie können Sie hier bestellen.

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* Mehr Informationen: Azubi-Recruiting Trends 2017, U-Form Testsysteme GmbH & Co. KG, www.testsysteme.de, studie@testsysteme.de, Tel. (02 12) 26 04 98-0

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