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Studie

Energieeffizienz wird zum Boommarkt

| Redakteur: Stéphane Itasse

Energieeffizienz lohnt sich, wie Siemens an seinem Medizintechnik-Standort Kemnath zeigt. Andere ziehen nach, weshalb Energieeffizienz zum Boommarkt wird.
Energieeffizienz lohnt sich, wie Siemens an seinem Medizintechnik-Standort Kemnath zeigt. Andere ziehen nach, weshalb Energieeffizienz zum Boommarkt wird. (Bild: Siemens)

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Weltweit suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Energieeffizienz ist damit zu einem dynamischen Wachstumsmarkt geworden, der 2012 weltweit schon Umsätze von rund 440 Mrd. Euro erwirtschaftet hat, wie die Unternehmensberatung Bain & Company am Freitag in München mitteilt.

Mittelfristig werde dieser Markt mit durchschnittlich 16 % pro Jahr weiterwachsen. Dies ist das Ergebnis der Studie „Helping Businesses become more energy efficient“, wie es in der Mitteilung heißt. Energieeffizienzprodukte wie Dämmungen, Software und verbrauchsarme Geräte machten etwa zwei Drittel dieses Markts aus. Ein Drittel entfalle auf Dienstleistungen wie Datenmanagement, Beratung oder Contracting. Neben Herstellern für Elektrik und Elektronik, Baumaterialien und anderen Energiesparprodukten profitierten vor allem Energiedienstleister von diesem Trend.

Unternehmen dominieren die Nachfrage nach energieeffizienten Produkten

Bei Energiesparprodukten denken viele beispielsweise an LED-Lampen, heißt es in der Mitteilung. Tatsächlich machten diese Produkte aber nur einen kleinen Teil des Marktes aus. Deutlich umsatzstärker seien Dämmstoffe oder energieeffiziente Antriebe und Geräte.

Dabei sei der Energieeffizienzmarkt nur zu rund 25 % ein Verbrauchermarkt. Drei Viertel der Ausgaben für energiesparende Produkte und Dienste würden von Unternehmen nachgefragt. Die Gründe seien vielfältig: Einerseits stiegen die Energiepreise, so dass gerade energieintensive Branchen ihre Kosten senken müssten. Andererseits gebe es weltweit zahlreiche Gesetzesinitiativen, die Unternehmen drängen, energieeffizienter zu werden. Dazu zähle zum Beispiel die Europäische Energieeffizienz-Direktive. Hinzu komme, dass immer mehr Unternehmen sich die Minimierung ihres ökologischen Fußabdrucks zur Aufgabe machten. Für sie stünden nicht nur Kosten oder Compliance im Vordergrund, sondern die langfristige Nachhaltigkeit ihres Geschäftsmodells.

„Die eigene Energieeffizienz wird zu einer immer wichtigeren Frage für Unternehmen”, sagt Dr. Kim Petrick, Partner bei der Beratungsgesellschaft und Energieexperte. „Viele Firmen haben sich ambitionierte Ziele gesteckt, und die meisten lassen sich dabei von Spezialisten helfen. Professionelle Energieeffizienzdienste werden so zu einem der größten Wachstumsfelder.“

Industrieunternehmen stoßen mit Energiedienstleistungen in neue Geschäftsfelder vor

Typische Felder für Energiedienstleistungen seien:

  • die energetische Optimierung von Gebäuden, Produktion und IT,
  • die Verbesserung von Energieeinkauf und Logistik,
  • ein intelligentes Energiemonitoring, mit dessen Hilfe Verbrauchsspitzen gesteuert werden können,
  • Konzepte zur Restenergieverwertung sowie
  • die Optimierung der eigenen Energieerzeugung.

Bereits heute sei die Energieservicelandschaft vielschichtig. Industrieausrüster wie Alstom, ABB, Schneider oder Johnson Controls kombinierten den Vertrieb ihrer energiesparenden Produkte mit Dienstleistungen zur Prozessoptimierung. IT-Firmen wie Cisco, IBM, Microsoft oder SAP böten Software für die Sammlung und das Management von Energiedaten an. Energiedienstleister wie Cofely, Dalkia, Getec oder Wood Group offerierten integrierte Energiedienstleistungen einschließlich Beratung und Verbrauchssteuerung. Und viele Versorger – von vor Ort verankerten Stadtwerken bis hin zu international tätigen Energiekonzernen – hätten Energieserviceunternehmen gegründet.

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