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Studie

Energieeffizienz wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor

| Redakteur: Stéphane Itasse

Energieeffizienz-Vorreiter berichten von zahlreichen Vorteilen

Diese Einschätzung teilten auch Vorreiter wie GE, Dow oder BASF. Der Chemiekonzern Dow hat nach eigenem Bekunden seit Beginn seines Effizienzprogramms 1995 insgesamt 24 Mrd. US-Dollar eingespart. GE und BASF verwiesen auf zahlreiche weitere Vorteile: Sie seien attraktiver für Investoren, Kunden und Bewerber und hätten engagiertere Mitarbeiter sowie eine geringere Personalfluktuation. Darüber hinaus habe sich die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten verbessert. Zudem berichteten sie, dass die gestiegene Sensibilität im Unternehmen gegenüber dem Thema Energieeffizienz auch zu Produktverbesserungen geführt habe. Und nicht zuletzt entstünden neue Geschäftsideen rund um Produkte und Services, die den Kunden helfen, selbst energieeffizienter zu werden.

Auch wenn technische Veränderungen in der Produktion die Basis aller Energieeffizienzmaßnahmen sind, sind sie laut Mitteilung nur ein kleiner Teil der zu bewältigenden Aufgabe. Die Berater haben nach eigenen Angaben neun Hebel für eine erfolgreiche und dauerhafte Umsetzung eines Energieeffizienzprogramms identifiziert, die sich über drei Bereiche erstrecken: Kernproduktionsprozesse, Infrastruktur und Wertschöpfungskette sowie Organisation und Mitarbeiter (siehe Bildergalerie).

In der Produktion könne der Einsatz alternativer Energien die Versorgung optimieren, zum Beispiel Kraft-Wärme-Kopplung zur simultanen Erzeugung von Strom und Wärme oder die Nutzung von Abwärme. In den heutigen Produktionsprozessen stecke häufig auch noch viel Potenzial, um Abfallstoffe zu reduzieren oder Nachwärmung abzustellen. Auch die Entwicklungs- und Einkaufsabteilungen müssten eng mit einbezogen werden. Denn ihre Aufgabe sei es, für heutige und künftige Produktgenerationen energieärmere Vorprodukte und Verfahren zu ermöglichen und gegebenenfalls auch den Energieverbrauch der eigenen Produkte zu optimieren.

Neue Energieeffizienzziele im Unternehmen verändern auch die Sicht auf die Wertschöpfungskette, wie es heißt. Das Management definiere die eigene Kernwertschöpfung und Wertschöpfungstiefe ganz neu, und könne auf dieser Basis die Zusammenarbeit mit den Lieferanten anpassen. Weitere Einsparungen köntnen Firmen erreichen, indem sie Infrastruktur und Anlagen nachrüsten oder erneuern, denn viele Industrieanlagen und Bürogebäude stammten noch aus einer Zeit, als Energie günstig und reichlich vorhanden war.

Kulturwandel ist zentraler Erfolgsfaktor für Energieeffizienz

Ein zentraler Erfolgsfaktor für ein energieeffizientes Unternehmen sei der Kulturwandel im eigenen Haus – und der funktioniere nur, wenn das Thema dauerhaft und sichtbar vom Topmanagement unterstützt und getragen wird. Klar definierte und von Anfang an ambitionierte Energiesparziele sind laut Mitteilung ebenso wichtig wie ein engagiertes Management und eine intensive Kommunikation. Um alle theoretisch möglichen Einsparungen in der Praxis zu realisieren, müsse die Bedeutung von Energieeffizienz von allen Mitarbeitern im Unternehmen verinnerlicht werden. Nur so sei sie die Basis für kreative Ideen entlang der gesamten Wertschöpfung und führe zu Verhaltensänderungen.

Energieeffizienz wird für Industrieunternehmen eine wichtige Rolle spielen, wenn sie in der kommenden Dekade wettbewerbsfähig bleiben wollen, heißt es abschließend. „Das Thema Energieeffizienz ist noch jung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen dazu entstehen gerade erst und die Unternehmen lernen noch, strukturiert mit dieser Herausforderung umzugehen“, sagt Strähle. „Aber die Vorreiter, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, können schon sehr beeindruckende Erfolge vorweisen. Das fordert zum Nachahmen auf.“

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