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Römheld Rivi auf der Fakuma 2017

Erster Messeauftritt für Römheld Rivi! Den Experten in Sachen Schnellspanntechnik

| Redakteur: Peter Königsreuther

Kick-Off zu neuen Joint Venture namens Römheld Rivi war im Juli diesen Jahres - Rechtzeitig genug zum Fakuma-Event und -Auftritt des neuen Unternehmenszweiges. Römheld Rivi wird sich vorzugsweise mit dem Produktbereich Magnetspanntechnik beschäftigen und diesen kontinuierlich ausbauen, wie es heißt. Man präsentiere sich in Friedrichshafen in der Halle A1 am Stand 223.
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Kick-Off zu neuen Joint Venture namens Römheld Rivi war im Juli diesen Jahres - Rechtzeitig genug zum Fakuma-Event und -Auftritt des neuen Unternehmenszweiges. Römheld Rivi wird sich vorzugsweise mit dem Produktbereich Magnetspanntechnik beschäftigen und diesen kontinuierlich ausbauen, wie es heißt. Man präsentiere sich in Friedrichshafen in der Halle A1 am Stand 223. (Bild: Römheld)

Das Unternehmen Römheld hat mit der Römheld Rivi GmbH eine Tochter hinzu gewonnen. Diese gebündelte Kompetenz bei Schnellspannsystemen für Hochtemperaturanwendungen präsentiert man in Halle 1 am Stand 223.

Auf der Fakuma präsentiert sich die neu gegründete Römheld-Tochtergesellschaft Römheld Rivi GmbH zum ersten Mal einer breiten Fachöffentlichkeit. Die neue Firma bündelt die Kompetenzen und Aktivitäten der Römheld Gruppe rund um die Magnetspanntechnik. Daneben stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts magnetische Schnellspannsysteme für die Kunststoff- und Gummiverarbeitung, die sich auch für Hochtemperaturprozesse eignen, wie es heißt.

Formflexibles Spannen für die Kunststoff- und Gummiverarbeitung

Die Vielfältigkeit der als M-Tecs-Magnetspannplatten bezeichneten Systeme,

die sich bei Arbeitstemperaturen von bis zu 240 °C einsetzen lassen, gehört laut Römheld Rivi zu den Highlights der Präsentationen. Damit werde neben dem Einsatz im Spritzguss auch die Verarbeitung von Kautschuk und Hightech-Thermoplasten wie Polyetheretherketon (PEEK) oder Polyphenylensulfon (PPSU) ermöglicht, bei der herkömmliche Magnetspannsysteme auf Dauer versagen würden. Bis dato gilt das Unternehmen weltweit als einziger Anbieter für Magnetspannplatten, die solche Temperaturen mitmachen.

Zum Spannen und Lösen bedürfe es bei diesen Magnetspannsystemen lediglich eines kurzen Stromimpules. Im Betrieb jedoch funktionieren sie komplett stromunabhängig, heißt es weiter. Permanentmagneten erzeugen dazu ein Magnetfeld, das wenige Millimeter tief in die Form eindringt und selbst mehrere Tonnen wiegende Werkzeughälften positionsgenau hält und absolut parallel zusammenführt, wie der Aussteller beschreibt. So würden auch Elemente mit komplexer Geometrie innerhalb von Sekunden exakt und deformationsfrei gespannt.

Ein weiterer Vorteil der magnetischen Spannsysteme sei ihre Flexibilität: Formen unterschiedlicher Größen, Gewichte und Geometrien könnten gespannt werden, wodurch der Aufwand für eine sonst übliche Standardisierung der Werkzeuge entfallen kann. Alle magnetischen Materialien werden laut Römheld Rivi vollflächig und mit hoher Biegesteifigkeit abgespannt. Die gleichmäßige Verteilung der Spannkraft sorge dabei für einen geringen Werkzeugverschleiß.

Hochleistungskunststoffe in der sicheren Klemme

Von der Magnetspanntechnik profitieren unter anderem Verarbeiter von Thermoplasten wie PEEK, das als sterilisierbarer und biokompatibler Werkstoff in der Medizintechnik, als flexibler Schaltungsträger für Elektronikbauteile oder als hitzebeständiges Material in der Luft- und Raumfahrttechnik genutzt wird, so Römheld Rivi. Im Dauergebrauch lässt sich der Hochleistungskunststoff ohne Weiteres bei einer Temperatur bis 260 °C einsetzen, denn der Schmelzprozess beginnt erst bei etwa 335 °C.

Daraus lässt sich leicht ableiten, dass hohe Werkzeugtemperaturen bei dessen Verarbeitung herrschen, welche den Bedarf nach passenden Spannmitteln verursachen. Magnetspannplatten der M-Tecs-Reihe, die bereits seit über einem Jahrzehnt in der Gummiindustrie bei Arbeitstemperaturen bis zu 240 °C verwendet werden, kämen dabei als Schnellspannsystem zum Einsatz. Die Größe und Form der Magnetspannplatten sei individuell anpassbar. Eine Heizung für Hochtemperaturprozesse lässt sich außerdem integrieren, wie es weiter heißt. Weil ein solches Spannsystem nur aus relativ wenigen Komponenten besteht und keine beweglichen Teile besitzt, lässt es sich meist innerhalb weniger Stunden auf vorhandenen Maschinen nachrüsten und arbeitet anschließend im Prinzip wartungsfrei, betont der Fakuma-Neuling.

Die M-Tecs-Reihe erfülle die Normen EN 201 und EN 289 für Spitzgießmaschinen und Gummipressen. Allen Vorgaben hinsichtlich der relevanten Signale wie Magnetisierung, Stromversorgung, Werkzeugüberwachung und Notstopp wird auf Ebene der Performancelevels „d“ und „e“ entsprochen. Am Bedienpanel werden Sicherheitssignale und Fehlermeldungen angezeigt.

Gemeinsam in die smarte Spanntechnik-Zukunft

Um die Magnetspanntechnologie weiterzuentwickeln – unter anderem für Industrie 4.0- Anwendungen –, hat Hilma-Römheld gemeinsam mit dem italienischen Spanntechnikhersteller und langjährigen Partner Rivi Magnetics S.r.L. das Joint Venture „Römheld Rivi“ gegründet. Geleitet wird es von Hans-Joachim Molka aus der Römheld-Geschäftsführung und dem Rivi Magnetics-Eigentümer Davide Rivi, der Sitz des neuen Unternehmens ist in Hilchenbach.

Sebastian Veit, bisher bei Hilma-Römheld Produktmanager für die Magnetspanntechnik, wird die Verantwortung als Teamleiter Vertrieb im internationalen Außendienst übernehmen. Unterstützt wird er von Produktmanager Matthias Althaus, der sich außerdem um das Back Office des neuen Unternehmens kümmert. Für die Konstruktion und Entwicklung ist Daniel Szeremley zuständig.

Drei Fixiertechniken lassen Spannprobleme kaum ungelöst

Mit einem umfangreichen Portfolio an Werkzeugspanntechnik löst der Rüstzeitoptimierer Römheld nahezu jede spanntechnische Aufgabe in der Kunststoff- und Gummiverarbeitung, so die Aussage des Unternehmens. Die magnetischen, hydraulischen und elektromechanischen Spannsysteme sind vielfältig einsetzbar und tragen dazu bei, Abläufe in der Einzel- und Serienfertigung effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Produkte zum Werkzeugwechsel, darunter Werkzeug-Wechselwagen, Medienkupplungen, Rollenleisten und Tragkonsolen, ergänzen das Angebot.

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