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Auftragseingänge

Europa bleibt Wachstumstreiber

| Redakteur: Robert Horn

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Aufträge im Maschinen- und Anlagenbau gesunken. Ein zu erwartender Effekt, denn der April 2016 war auftragsstärkste Monat im vergangenen Jahr.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Aufträge im Maschinen- und Anlagenbau gesunken. Ein zu erwartender Effekt, denn der April 2016 war auftragsstärkste Monat im vergangenen Jahr. (Bild: Schuler)

Die Konjunktur in der Industrie brummt – trotzdem sanken die Auftragseingänge im deutschen Maschinen- und Anlagenbau unter den Wert des Vorjahres. Ein Grund zur Sorge ist das allerdings nicht.

Nach Angabe des Verbands deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) sind die Auftragseingänge im April 2017 im Vergleich zum Vorjahresmonat um real 3 % gefallen. „Dieser Rückgang ist kein Zeichen einer sich eintrübenden Konjunktur, sondern zum großen Teil auf einen Basiseffekt zurückzuführen“, betont VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Dank einiger Großanlagengeschäfte war der April 2016 der stärkste Monat des vergangenen Jahres“ erläutert er. Das Bild gleicht den Ergebnissen von März 2017: Auch hier waren die Auftragseingänge gefallen (- 4 %), auch hier waren Großaufträge aus dem Vorjahr der ausschlaggebende Faktor.

Inlandsbestellungen weiter im Minus

Besonders stark fielen die Aufträge im April 2017 aus dem Inland. Sie sanken um 15 % im Vergleich zum April 2016. Bessere Zahlen vermeldet der VDMA dagegen bei den Bestellungen aus dem Ausland. Die Orders aus den Nicht-Euro-Ländern konnten um 1 % zulegen, die Euro-Partnerländer bestellten sogar 14 % mehr als im Vorjahreszeitraum. „Das bestätigt unsere Hoffnung, dass der Euro-Raum sich in diesem Jahr als einer der Wachstumstreiber für den Maschinenbau erweist“, sagt Wiechers.

Im Dreimonatsvergleich von Februar bis April ergab sich im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Bestellungen von real 1 %. Im Inland wurde ein Minus von 2 % verbucht, die Auslandsorders sanken um 1 %. Positiv war auch hier ein Zuwachs der Auftragseingänge aus dem Euro-Raum um 13 %.

Baden-Württemberg mit zweistelligem Plus

Noch positivere Zahlen meldet der VDMA-Landesverband Baden-Württemberg. Dort hat der Maschinenbau sein Vorjahresergebnis um 5 % übertroffen. Auch hier kam das stärkste Plus aus dem Ausland, mit + 13 % aus den Euro-Partnerländern und + 10 % aus den Nicht-Euro-Ländern. Inlandsorders gingen dagegen um 7 % zurück.

Im Dreimonatsvergleich berichten die Baden-Württemberger ein Plus von 10 %. „Der April beschert dem Maschinenbau in Baden-Württemberg den vierten Zuwachs bei den Auftragseingängen in Folge. Die bisher so positive Entwicklung lässt uns – aller geopolitischer Risiken zum Trotz – auf weiteres stabiles Wachstum im Jahresverlauf hoffen“, so Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer VDMA Baden-Württemberg.

Wir ergänzen den Bericht um Zahlen aus dem bayerischen Maschinen- und Anlagenbau, sobald sie uns vorliegen.

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