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Industrie 4.0

Forschungsfabrik öffnet Industrie 4.0 für kleine und mittelständische Unternehmen

| Autor: Stéphane Itasse

Dr. Stefan Freiberger, Prof. Rolf Steinhilper und Joachim Kleylein-Feuerstein (Von links) betreuen die Anwenderfabrik des Projekts Oberfranken 4.0.
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Dr. Stefan Freiberger, Prof. Rolf Steinhilper und Joachim Kleylein-Feuerstein (Von links) betreuen die Anwenderfabrik des Projekts Oberfranken 4.0. (Bild: Christian Wißler)

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Die Universität Bayreuth startet für kleine und mittelständische Unternehmen ein in Deutschland bisher einzigartiges Vorhaben zum Technologietransfer. Im Projekt Oberfranken 4.0 erhalten sie die Möglichkeit, die Chancen von Industrie 4.0 für sich zu entdecken, wie die Universität mitteilt.

Das Projekt wird in den nächsten vier Jahren mit insgesamt rund 2 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und von der Oberfrankenstiftung mit insgesamt 1 Mio. Euro gefördert, wie es heißt. Darüber hinaus will der Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik der Universität Bayreuth einen Eigenanteil von rund 1 Mio. Euro für das Projekt beitragen.

Industrie-4.0-Projekt der Universität Bayreuth speziell für KMU

Der bayerische Regierungsbezirk Oberfranken hat laut Mitteilung mit 1,1 Millionen Einwohnern und etwa 65.000 Unternehmen die zweitgrößte Industriedichte Europas. Viele kleine und mittelständische Unternehmen aus Oberfranken seien mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen auch auf den Weltmärkten präsent. Nicht selten zählten sie, obwohl sie keine Großunternehmen sind, zu den Marktführern und Hidden Champions.

Aufgrund einer Vielzahl von Kooperationen verfügt die Universität Bayreuth nach eigenen Angaben über jahrzehntelange Erfahrungen mit den Herausforderungen, denen sich Firmen dieser Größenordnung auf globalen Märkten gegenübersehen. Im Projekt Oberfranken 4.0 will sie deshalb speziell kleine und mittelständische Unternehmen in die Lage versetzen, neue Technologiefelder im Bereich Industrie 4.0 kennen zu lernen, die Innovationschancen zu nutzen und so die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Anwenderfabrik steht allen Interessenten für Industrie 4.0 offen

Im Zentrum des Vorhabens steht der Aufbau einer Anwenderfabrik, die allen interessierten Unternehmen offensteht, auch über Oberfranken hinaus. Sie soll Industrie 4.0 an realen Maschinen, Anlagen und Produktionssystemen zeigen und sie in kleinen und mittelständischen Unternehmen angewendet werden kann. Dabei werden die Interessenten von Experten der Universität Bayreuth unterstützt, die Erfahrungen im Technologietransfer haben.

„Es freut uns sehr, dass wir mit diesem neuen Vorhaben die Zusammenarbeit der Universität mit Unternehmen weiter stärken und ausbauen können“, sagt Universitätspräsident Prof. Stefan Leible. „Die Ausweitung dieser Kooperationen auf den Bereich Industrie 4.0 wird sowohl der gewerblichen Wirtschaft als auch der anwendungsnahen Forschung dauerhaft zugutekommen. Oberfranken wird auch in Zukunft ein Wissenschafts- und Industriestandort sein, der neue Ideen und Innovationen hervorbringt.“

Die neue Anwenderfabrik der Universität Bayreuth ist organisatorisch dem Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik unter der Leitung von Prof. Rolf Steinhilper zugeordnet. Die am Lehrstuhl angesiedelte Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation stellt in ihrem 2015 eröffneten Neubau am Universitätscampus die Flächen für die Anwenderfabrik zur Verfügung. „Wir werden das Know-how, das wir in den letzten Jahren im Wissens- und Technologietransfer aufgebaut haben, für das Projekt Oberfranken 4.0 nutzen und damit einen weiteren Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Oberfrankens leisten können“, freut sich Steinhilper.

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