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Produkttrend

Gabelstapler für schwere Lasten

| Autor: Simone Käfer

Schwerlaststapler sind oft Schmutz, Staub und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Aber das sind nicht die Kriterien, die bei einer Auswahl entscheidend sind.
Schwerlaststapler sind oft Schmutz, Staub und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Aber das sind nicht die Kriterien, die bei einer Auswahl entscheidend sind. (Bild: Hyster)

Flurförderzeuge müssen gelegentlich auch schwer tragen. Für solche Fälle bieten Hersteller Schwerlaststapler an, deren Traglast bei 3,5 t beginnt. Wir stellen Ihnen zwei Diesel­betriebene und einen mit Treibgastank vor.

  • Der H13XM-6 von Hyster trägt 13 t und verbraucht 20 % weniger Krafftstoff als seine Vorgänger.
  • Mit einem Energiesparmodus wartet der RX 70 auf. 10 % weniger Energieverbrauch bei gleicher Leistung, verspricht Still.
  • Der TFG S50 von Jungheinrich fährt mit Treibgas und vereinfacht einen Fahrerwechsel durch eine Memoryfunktion in der Lenksäule.

Produkttester der Woche ist Christian Baars, Produktionsleiter im Kalksandsteinwerk Wendeburg bei Radmacher Kalksandsteine. Sein Test mit Flurförderzeugen für hohe Traglasten zeigt, dass sich die meisten Maschinen nicht viel nehmen. Entscheidend sind oft nur Details. In Kalksandsteinwerken transportieren Schwerlaststapler die Steine von der Produktion zum Lagerplatz. Dabei setzen ihnen Staub und Temperaturen von –15 °C bis über 30 °C setzen zu. Als sich Rademacher einen neuen Schwerlaststapler anschaffen wollte, testete Baars daher verschiedene Flurförderzeuge.

Beim Test des Kalksandsteinwerks gewann der Stapler von Hyster, weil er weniger Kraftstoff verbrauchte als seine Konkurrenten.
Beim Test des Kalksandsteinwerks gewann der Stapler von Hyster, weil er weniger Kraftstoff verbrauchte als seine Konkurrenten. (Bild: Hyster)

Hyster: Stärke braucht nicht viel Sprit

Dabei stellte sich der Rampentest als entscheidende Prüfung heraus: Die Stapler mussten vollbeladen eine kurze Rampe mit 12 % Steigung bewältigen. Erste Probanden scheiterten an ihrer Motorleistung. Unter den Flurförderzeugen mit starken Motoren entschied der H13XM-6 von Hyster den Test für sich, weil er weniger Kraftstoff verbrauchte als seine Gegner. Dafür sorgte ein sechszylindriger 6,7-l-Dieselmotor von Cummins sowie die Tragfähigkeit von 13 t bei einem Lastschwerpunkt von 600 mm.

Ergänzendes zum Thema
 
Drei Fragen an den Anwender

Im Verhältnis zu ihren Vorgängern verbrauchen sie rund 20 % weniger Kraftstoff und arbeiten mit einem Vista-Hubgerüst mit außenliegenden Ketten, erklärt Hyster den Sieg beim Kalksteintest. Zudem benötigen sie nur drei statt vier Hydraulikleitungen, das verbessert die Sicht. Für mehr Seitenstabilität auch mit Anbaugeräten sorgt ein breites Chassis und eine breite Antriebsachse. Für das Standort bedingte Staubproblem kann der Lufteinlass des Vorfilters verlängert werden, sodass weniger verschmutzte Luft angesaugt wird, und eine automatische Schmierfunktion presst den Schmutz heraus. Die Fahrer profitieren bei diesen Schwerlaststaplern vor allem von der Vista-Kabine mit eigenem, einfach zu reinigenden Luftfilter.

Still bietet die Staplerserie RX 70 in verschiedenen Traglastgrößen an, der Stärkste trät 8 t.
Still bietet die Staplerserie RX 70 in verschiedenen Traglastgrößen an, der Stärkste trät 8 t. (Bild: Still)

Still: Der Stapler mit Energiesparmodus

Dieselelektrisch ist der Schwerlaststapler von Still unterwegs. Wie bei dem Hyster und dem folgenden Modell von Jungheinrich, liegt der Lastschwerpunktabstand bei 600 mm. Mit einer Tragfähigkeit bis 8 t bewegt sich der RX 70 im Mittelfeld der vorgestellten Flurförderzeuge. Seine Besonderheit ist der Energiesparmodus Blue-Q. Eingeschaltet soll er den Energieverbrauch um 10 % senken, ganz ohne Leistungseinbußen.

Hier gut zu erkennen sind die Treibgastanks des TFG S50 von Jungheinrich.
Hier gut zu erkennen sind die Treibgastanks des TFG S50 von Jungheinrich. (Bild: Jungheinrich)

Jungheinrich: Mit Treibgas und Fahrerkomfort

Wer anstatt mit Diesel lieber mit Treibgas fährt, der kann sich bei Jungheinrich umsehen. Die TFG-Serie ist allerdings schwächer auf der Brust als die beiden anderen hier vorgestellten: bei einem Hub bis 7500 mm trägt sie bis 5 t. Punkten will der TFG S50 mit Vorteilen für den Fahrer: eine stufenlos einstellbare Lenksäule mit Memoryfunktion erleichtert den Bedienerwechsel und eine Einpunkteinstellung über zwei Achsen vereinfacht das Einstellen der Bedienelemente.

Sie wollen Ihre Erfahrungen mit neuen Maschinen, neuer Software oder einem Servicedienstleister teilen? Dann werden Sie unser Produkttester der Woche!
Schreiben Sie an: simone.kaefer@vogel.de

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