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Dr. BOY

Gut kombiniert: Spritzgießen und Spritzblasen mit einer Maschine

| Redakteur: Peter Königsreuther

Dr. BOY hat eigenen Angaben zufolge das Spritzgießen mit dem Spritzblasen erfolgreich verquickt. Durch Zuhilfenahme eines speziellen Heißkanalsystems, gelinge damit etwa die Herstellung der nötigen Vorformlinge ohne Anguss. Es warten aber noch weitere Vorteile auf die Anwender, heißt es.
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Dr. BOY hat eigenen Angaben zufolge das Spritzgießen mit dem Spritzblasen erfolgreich verquickt. Durch Zuhilfenahme eines speziellen Heißkanalsystems, gelinge damit etwa die Herstellung der nötigen Vorformlinge ohne Anguss. Es warten aber noch weitere Vorteile auf die Anwender, heißt es. (Bild: Dr. BOY)

Verfahrenskombinationen sorgen für höhere Produktivität, weil sei Kosten, Zeit, Personaleinsatz und Ressourcen sparen können. Auf dem Sektor der Kunststoffverarbeitung hat des der Spritzgießmaschinenhersteller Dr. BOY im Rahmen eines staatlich geförderten Projektes vor Kurzem geschafft, das Spritzgießen mit dem Spritzblasen zu paaren.

Mussten, wie Dr. BOY erklärt, die Verarbeitungsverfahren Spritzgießen und Spritzblasen bisher auf zwei unterschiedlichen Maschinenausführungen durchgeführt werden, vereint BOY nun beide Prozesse auf einem BOY-Spritzgießautomat. Mit Unterstützung aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Land Rheinland-Pfalz wurde die Entwicklung dieses kombinierten Verfahrens zum Abschluss gebracht, so die BOY-Aussage. Als demonstratives Pilotprojekt wurden auf einer

BOY 60 E in Reinraumausführung nun kleine Fläschchen für Augentropen gefertigt, heißt es.

In einem ersten Schritt würden je vier Vorformlinge spritzgegossen, über eine Indexplatte um 180 ° gedreht, und anschließend im selben Werkzeug mit Druckluft zur fertigen Flaschenkontur aufgeblasen. Die fertigen Augentropfenfläschchen werden direkt nach der Entformung noch innerhalb des Werkzeugbereichs der Schließeinheit verpackt und durch ein Förderband abtransportiert, wie BOY erläutert.

Heißkanal sorgt für angussfreie Vorformlinge

Das Spritzblasen auf einer Spritzgießmaschine eigne sich für kleinere Hohlkörper, wie Kosmetik-, Lebensmittel- oder Pharmafläschchen. Die Kosten für die Produktionsmaschine – in diesem Fall ein BOY-Spritzgießautomat – liegen laut BOY deutlich unter denen einer reinen Spritzblasmaschine. Ein Vorteil des Spritzblasens sei auch die Möglichkeit, komplexere Konturen am Flaschenhals sehr genau zu fertigen. Das sei im klassischen Blasformverfahren nur eingeschränkt möglich. Durch ein speziell für diese Anwendung entwickeltes Heißkanalsystem werden die Vorformlinge ohne Anguss herstellbar, sodass, wie es heißt, bei der Flaschenherstellung quasi kein Abfall entsteht. Anders als beim Blasformen sei die Flasche nach dem Blasprozess fix und fertig. Es müsse folglich kein Material, das zum Abdichten des Schmelzekörpers verpresst werde, beschnitten und entfernt werden. MM

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