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EMO Hannover 2017

In der Zerspanungsbranche verschläft niemand Trends

| Autor / Redakteur: Walter Frick / Victoria Sonnenberg

Mit der neuen Magnetspanntechnik können auch schwer spannbare Formen ganz einfach gespannt werden.
Mit der neuen Magnetspanntechnik können auch schwer spannbare Formen ganz einfach gespannt werden. (Bild: WNT)

Wenn die EMO Hannover 2017 vom 18. bis 23. September das Fachpublikum auf eine Reise durch die Welt der Metallbearbeitung einlädt, darf man besonders auf aktuelle Trends aus der Zerspanung gespannt sein. Innovative Lösungen werden unter anderem aus den Bereichen Werkzeuge, Additive Fertigung, Werkzeugmaschinen, Spannmittel und Automatisierung erwartet.

Um Aufträge zu bekommen, müssen beispielsweise Modell-, Formen- und Werkzeugbauer sehr flexibel sein“, erklärt Daniel Demlang stellvertretender Konstruktions- und Entwicklungsleiter bei der F. Zimmermann GmbH, Neuhausen a.d.F. „Heute produzieren sie Formen für Handyschalen, morgen für Shampooflaschen und übermorgen komplexe Werkzeuge aus Stahl, beispielsweise für Frontschürzen, Stoßstangen oder Kotflügel.“ Doch ganz gleich, um was es sich handelt: Die Werkstücke sind zuverlässig, schnell, maßgenau und mit hoher Oberflächenqualität an die Auftraggeber zu liefern. „Diese Flexibilität müssen wir als Maschinenbauer unseren Kunden bieten können“, sagt Demlang.

Die Anlage muss sich rentieren

Um Stahl wirtschaftlich bearbeiten zu können, spielt das Thema High Performance Cutting (HPC) eine immer größere Rolle. HPC ist ein Verfahren mit deutlich erhöhtem Zeitspanvolumen durch höhere Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten gegenüber konventionellen Zerspanungsverfahren. „In der Stahlbearbeitung herrscht bei vielen Fertigern noch der Gedanke vor, dass sich feste und hoch feste Werkstoffe nur über sehr hohe Drehmomente, niedrige Drehzahlen und große Zustellungen effizient bearbeiten lassen. Doch dafür sind die Schneidplattengeometrien der Fräswerkzeuge schon lange nicht mehr ausgelegt, sagt Demlang. „Sehr hohe Zeitspanvolumina lassen sich dagegen mit geringen Zustellungen, jedoch mit sehr hohen Vorschüben erzielen – ohne dabei eine relativ kräftige, aber auch langsamere Maschine nutzen zu müssen“, erklärt der Zimmermann-Entwickler. Wichtig ist, die Dynamik an die Anlage anzupassen – dann lassen sich auch hervorragende Oberflächen erreichen: „Unser Ziel war es, einen hocheffizienten Fräskopf für die Stahlzerspanung zu entwickeln, den wir auf einer kompakt gebauten Portalmaschine einsetzen können.“ Denn die Kunden wollen flexibel sein. Außerdem stellt eine Neuanschaffung immer erhebliche Kosten dar.

„Entscheidend für eine wirtschaftliche Produktion sind immer die Durchlaufzeiten der Werkstücke“, erklärt Demlang. „Und minimieren lassen sich diese durch eine hohe Spindelleistung.“ Der neue starke 2-Achs-Fräskopf VH60 erreicht ein Drehmoment von 300 Nm, die Spindelleistung beträgt 63 kW bei einer maximalen Spindeldrehzahl von 15 000 min-1. Zimmermann bietet mit dem modularen Kopfsystem verschiedene Lösungen an. Die Standardvariante ist eine fest eingebaute Universalspindel für die Schrupp- und Schlichtbearbeitung. Der Maschinenbauer rüstet den Fräskopf aber auch optional mit einem Spindelwechselsystem aus: Schruppen und Schlichten erfolgen jeweils mit einer separaten und dadurch spezialisierten Spindel. Sie lassen sich über eine Einschiebekartusche in den Kopf einsetzen. Das kann voll- oder halbautomatisch erfolgen – je nachdem wie der Anwender arbeiten möchte.

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