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Energieeffizienz

Unternehmen können mit einfachen Mitteln viel Energie sparen

01.09.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Energieeffizienz in der Industrie lohnt sich nicht nur finanziell, sie lässt sich oft auch mit einfachen Mitteln umsetzen.

Seit geraumer Zeit verteuert sich Strom in immer kürzeren Abständen. Doch Unternehmen können sich vor stets steigenden Stromrechnungen schützen, sagt der Energiespar-Experte Richard Chambers. Großer Aufwand sei dafür noch nicht einmal erforderlich.

So könne man mit den richtigen Maschinen auch bei steigenden Strompreisen eine Menge an Stromkosten sparen. Genau wie im Büroalltag gebe es auch in der Industrie sehr viele Geräte, die ständig in Betrieb sind. Deshalb sollte beim Kauf nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch die Betriebskosten durch den Stromverbrauch ein entscheidendes Kriterium sein, rät Chambers.

Leerlauf und Standby kosten Strom

Zudem würden viele Maschinen hohe Leerlaufverluste verursachen. Hier seien die Energiesparmöglichkeiten enorm. Denn selbst wenn ein Computer scheinbar ausgeschaltet ist, befindet er sich in vielen Fällen nur im Tiefschlafmodus und verbraucht weiterhin Strom.

Bleibe ein Büro-Computer an 225 Arbeitstagen im Jahr etwa drei Stunden durch Pausen ungenutzt, ließen sich mit dem Stand-by-Modus fast 100 Kilowattstunden Strom sparen, rechnet die Zeitschrift „PC Professionell“ beispielsweise vor. Mit abschaltbaren Steckerleisten könnten wenigstens Geräte, die über Nacht und am Wochenende nicht gebraucht werden, komplett vom Netz getrennt werden. Dadurch würden nicht nur die Kosten sinken, sondern auch die Umweltbelastung.

Messgeräte können zusammen viel Energie verbrauchen

Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr sind in den Schaltzentralen oder Messwarten von Fabriken viele digitale Messgeräte in Betrieb, erläutert Chambers weiter. Auch wenn jedes einzelne Gerät nur wenig Strom verbraucht, sei der gesamte Energie- und Ressourcenverbrauch sehr hoch. Hinzu komme, dass technische Anforderungen zunehmend von Multifunktionsgeräten ersetzt werden, deren deutlich komplexerer Aufbau die Leistungsaufnahme steigen lässt. Insgesamt ergebe sich daher trotz des geringeren gerätspezifischen Verbrauchs ein riesiges Energieeinsparpotenzial.

Licht als Quelle von Energiesparmaßnahmen würden derzeit auch die Europäer entdecken– zwangsläufig. Denn auch die Europäische Union ist dabei, wie es Australien etwa schon vorgemacht hat, die Verwendung althergebrachter Glühbirnen verbieten.

Doch das ist nur der Anfang, berichtet Chambers. Eine neue Regelung zum Einsatzverbot der ineffizienten Quecksilberdampflampen solle spätestens ab 2011 den Verkauf in Europa untersagen. Die anderen Leuchtmittel, die Hitze erzeugen, werden in Kürze ebenfalls folgen.

Lampen mit geringer Energieeffizienz müssen bald ausgetauscht werden

In der Praxis bedeute das, dass fast jede zweite Lampe ausgetauscht werden muss. Gerade bei Neuanlagen von Hallen- oder Außenbeleuchtung sei die weitere Installation solcher Leuchten undenkbar, weil sie binnen weniger Jahren mangels Leuchtmittel ausgewechselt werden müssen. Trotzdem gebe es immer noch Beleuchtungsplaner und –berater, die die Installation von HQL-Leuchten empfehlen.

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