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Bundesumweltministerium

Erneuerbare Energien wachsen schneller als erwartet

27.02.2007 | Redakteur: Stéphane Itasse

Geht es nach den Prognosen des Bundesumweltministeriums, wird die Bedeutung der Erneuerbaren Energien in Deutschland deutlich steigen. Bild: BMU / Bernd Müller

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Berlin (si) - Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet in Deutschland schneller voran als prognostiziert. Allein im vergangenen Jahr legten sie um fast 13% zu, wie das Bundesministerium für Umwelt am Dienstag mitteilte.

In der Stromerzeugung liegt der Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2006 bereits bei 11,8%. Die Zielvorgabe des Koalitionsvertrages, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2010 auf mindestens 12,5% zu steigern, wird bereits im Jahr 2007 überschritten werden, heißt es weiter.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Primärenregie kann demnach in Deutschland im Jahr 2020 rund 16% erreichen. „Wir bauen den Anteil der Erneuerbaren schneller aus als die anderen EU-Staaten“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei der Vorstellung der aktuellen Branchenstatistik in Berlin. Zugleich präsentierte der Minister eine vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erarbeitete Leitstudie über den zu erwartenden Ausbau der erneuerbaren Energien bis zur Mitte des Jahrhunderts.

Stärkere Wirtschaftlichkeit gefordert

Mit dem wachsenden Volumen der erneuerbaren Energien wachsen auch die Anforderungen an ihre Wirtschaftlichkeit. „Es kann nicht unser Ziel sein, mit steigenden Energie- und Strompreisen die energieintensive Industrie aus dem Land zu treiben“, sagte Gabriel. Das sei aber auch nicht der Fall: Schon in wenigen Jahren werde die Stromerzeugung aus Windkraft wettbewerbsfähig sein und aus der Förderung nach dem EEG herausfallen.

Noch in diesem Jahr will das Umweltministerium einen Erfahrungsbericht vorlegen. Dabei werde auch überprüft, in welchen Bereichen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Vergütungssätze angepasst werden müssen. Mittelfristig sollen alle Formen der erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig sein und die Förderung auf besonders innovative und viel versprechende Bereiche konzentriert werden.

77% Anteil im Jahr 2050 möglich

Im Blick über das Jahr 2020 hinaus zeigt die DLR-Studie, dass bis 2030 der Anteil der erneuerbaren Energien an der Strombereitstellung bereits auf 45%, bis 2050 auf 77% steigen kann. Insgesamt kommen die erneuerbaren Energien im Szenario bis zum Jahr 2050 auf etwa 50% Anteil an der Primärenergie in Deutschland. Zusammen mit besserer Energieeffizienz können sie bis 2050 eine CO2-Minderung um 80%, bezogen auf das Basisjahr 1990, erreichen.

Der Bundesumweltminister begrüßt besonders, dass sich das Wachstum der Branche auch in einer entsprechenden Zunahme der Beschäftigten widerspiegelt: Alleine im letzten Jahr sind rund 24.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die erneuerbaren Energien beschäftigen mittlerweile rund 214.000 Menschen. „Diese Zahlen unterstreichen, dass es mit der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gelungen ist, eine zukunftsweisende neue Industriebranche in Deutschland aufzubauen“, so Gabriel.

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