Qualitätssicherung muss dort stattfinden, wo produziert wird. Produktionsfehler lassen sich auf diese Weise sofort erkennen, im besten Fall sogar vermeiden. Lehren, Handmessmittel und Prüfvorrichtungen sind seit Jahrzehnten fast schon unverzichtbare Instrumente der Qualitätssicherung in der Fertigung und Produktion. Mit diesen Prüf- und Messmitteln können schnell, einfach und relativ zuverlässig die relevanten Merkmale eines Werkstücks erfasst und mit entsprechenden statistischen Verfahren Trends ermittelt werden. Doch sind diese Messmittel auch prozesssicher und bedienerunabhängig? Eigentlich nicht. Lehren und Handmessmittel müssen regelmäßig kalibriert werden und sind auch stark von Bedienereinflüssen abhängig. Prüfvorrichtungen sind relativ unflexibel wenn es um Modifikationen geht. Dabei entstehen dann auch hohe Kosten für Anpassungen und Einstellmeister. Mittlerweile werden in der gesamten Industrie Bauteile in immer kürzeren Zyklen entwickelt oder geändert. In sehr kurzen Zeiträumen benötigt man also neue fixe Lehren oder Prüfvorrichtungen – und das häufig für Werkstücke, die nur in kleinen Serien durchlaufen. Feste Messeinrichtungen rechnen sich da einfach nicht mehr.
Koordinatenmessgeräte (KMG) für die Fertigung sind durchaus eine sinnvolle Alternative zu diesen konventionellen Messeinrichtungen. Insbesondere dann, wenn man den geringen Aufwand für Änderungen berücksichtigt, die zumeist durch einfaches Anpassen der CNC-Messprogramme realisierbar sind.
Fertigungstaugliche Messmaschinen müssen natürlich ganz anderen Anforderungen genügen. Robustheit gegenüber Umgebungseinflüssen wie Schmutz, Ölstaub sowie Unempfindlichkeit gegenüber Temperatureinflüssen sind entscheidende Faktoren. Auch die Messsoftware muss sich durch einfachste Bedienbarkeit seitens der Mitarbeiter in der Fertigung auszeichnen.
Jetzt kostenlos anzeigen