29.04.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse
Für den deutschen Maschinenbau geht es weniger stark abwärts: Der Auftragseingang lag im März 2009 um 35% unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft sank um 41%, die Auslandsnachfrage um 32% im Vergleich zum Vorjahresniveau, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte. Laut VDMA gibt es aber keinen Grund zur Entwarnung.
Im Dreimonatsvergleich Januar bis März 2009 ergibt sich insgesamt ein Minus von 42% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Minus von 39% und bei den Auslandsaufträgen ein Minus von 43%.
„Das Vorjahresniveau der Maschinenbauorders wurde im März 2009 abermals drastisch verfehlt“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. Im Verlauf konnte im Auslandsgeschäft das Niveau der Vormonate Dezember 2008 bis Februar 2009 erstmals leicht übertroffen werden, wie der Verband berichtet.
Ein Grund zur Entwarnung sei das allerdings nicht: „Ein einzelner Monatswert ist im Maschinenbau mit seinen kräftigen Ausschlägen viel zu fragil für eine Trendaussage. Außerdem kommen im Vorjahresvergleich Kalendereffekte dazu: Weil Ostern 2008 im März, 2009 im April lag, dürften beide Monatsergebnisse - das aktuelle und das kommende, verzerrt sein“, sagte Dr. Wiechers.
„Bei den einzelnen Fachzweigen gab es im Dreimonatsvergleich nur bei den Aufzügen und Fahrtreppen ein einstelliges Minus“, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann im Gespräch mit MM Maschinenmarkt. Eine Trendwende sei damit auch für einzelne Sparten nicht zu erkennen.
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