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Shenyang Machine Tool

Shenyang will Weltmarktführer der Massen werden

| Autor / Redakteur: Ken Fouhy / Ken Fouhy

(Bild: Fouhy)

In fünf Jahren sind die Umsätze der Shenyang Machine Tool Group (SMYG) enorm gewachsen. Das staatliche chinesische Unternehmen hat sich einen Platz unter den Top 3 der weltweiten Produktionsrankings gesichert. In einem Exklusiv-Interview spricht Geschäftsführer Xiyou Guan, über seine Ziele für 2012.

Wie hat es Shenyang Machine Tool Group (SYMG) geschafft in so kurzer Zeit zum drittgrößten Werkzeugmaschinenhersteller der Welt zu werden?

Guan: Durch den chinesischen Fünf-Jahres-Plan hatte Shenyang Machine Tool Group Co. Ltd. (SYMG) schon immer eine führende Position unter den chinesischen Werkzeugmaschinenhersteller inne. Aber wir mussten auch eine schwierige Phase durch die frühzeitige Reform- und Öffnungspolitik Chinas zwischen 1993 und 1999 überstehen. Zu dieser Zeit waren drei unserer Fabriken enormen Schwierigkeiten ausgesetzt. Es war auch zu dieser Zeit, als unser junges Managementteam in ihren aktuellen Führungspositionen startete.

Für die gegenwärtige, starke Position von SYMG gibt es drei Gründe. Der einheimische, chinesische Markt wächst ständig seit 2000. Seit 2002 ist China jedes Jahr der weltweit größte Werkzeugmaschinenkonsument. Und in China ist SYMG der Marktführer.

Der zweite Grund ist die Unterstützung durch die Regierung, die stark in die Wiederbelebung des Industriestandortes im Nordosten Chinas investiert. Hier ist die Werkzeugmaschinenproduktion eine wichtige strategische Industrie, denn um einen Industriestandort zu entwickeln, muss China zunächst mit der „Mutter alle Maschinen“ beginnen.

Der dritte Grund ist unsere Führungsgruppe, die fest dazu entschlossen ist, SYMG durch Fokussierung auf die interne Entwicklung und neue Produkte, umzugestalten. Nach 2002 war es unser Ziel, die Produktion, basierend auf den Original-Produkten und ohne größere neue Entwicklungen, auszuweiten. Bis zu diesem Zeitpunkt kam unser Gesamtumsatz aus diesen Standardprodukten. Seit März 2007, als wir in die neue Fabrik umgezogen sind, begannen wir zu erkennen, dass diese Art von Produktportfolio wahrscheinlich nicht nachhaltig sein würde. So fingen wir an, die alten Produkte stufenweise vom Markt zu nehmen und neue Maschinen zu produzieren.

Die „New 5“-Modelle sind die fünf neuen Produktkategorien von SYMG, die alle auf einer internen Entwicklung basieren. Dazu gehören horizontale und vertikale Bearbeitungszentren, wie horizontale Drehzentren der AH-Serie, aber auch horizontale Bohr- und Fräsmaschinen und kostengünstige CAK-Drehmaschinen.

Viele Regionen in China hatten sich ähnlich auf die industrielle Produktion konzentriert. Was ist das Besondere an der Shenyang-Entwicklung?

Guan: Wir waren der größte Werkzeugmaschinenhersteller Chinas und schon bald nach der Marktliberalisierung gerieten wir in Schwierigkeiten. So mussten wir die Reformen früher durchführen, was unsere Position als führender Hersteller in China gestärkt hat. Wir haben auch mit unserer eigenen Produktentwicklung früher begonnen.

Ab 1997 fingen wir an, junge Menschen in Konstruktion und Fertigung auszubilden. Zu dieser Zeit konnten wir nur Standard-Werkzeugmaschinen herstellen. Obwohl wir bereits von NC-Maschinen wussten, hatten wir wenige oder gar keine Möglichkeiten, diese zu produzieren. Eine Ausnahme: Im Jahr 1983 wurde die erste CNC-Maschine, die Solon 3 der deutschen Firma Scharmann, in unserem Unternehmen eingeführt.

Im Jahr 1997 sendeten wir dann 30 Ingenieure für sechs Monate nach Deutschland, um von dem Ingenieursbüro Roschiwal in Stuttgart ausbilden zu lassen. Das ermöglichte uns, die erste Generation der CNC-Werkzeugmaschinen zu entwickeln. Im Jahr 2003 reisten 60 Ingenieure zu R + B zur Ausbildung nach Deutschland. Ein Modell der „New 5“-Serie wurde hier entwickelt.

Jetzt setzen wir das „Smart“-Programm um, bei dem wir zum dritten Mal mit Geschäftspartnern in Deutschland kooperieren. Die Idee, die sich hinter dem „Smart“-Programm verbirgt, ist die, dass alle unserer Produkte einfach, günstig und leicht zu bedienen und zu warten sein müssen. Das nennen wir High-Tech- und Low-Cost-Produkte.

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