Heidenreich & Harbeck

Gute Zusammenarbeit von Maschinenbauer und Gießer

16.04.2012 | Redakteur: Kirsten Haubert

Die knapp 6m lange und 880 kg schwere Achse für eine Müllverbrennungsanlage wird in Mölln gegossen und einbaufertig bearbeitet. Bild: HuH AG

Heidenreich & Harbeck AG (HuH) stellt Eisengussteile auf einer Formanlage (Kastengröße 1100 mm × 800 mm × 800mm), auf einer kürzlich in Betrieb genommenen mechanisierten Handformstrecke (Kastengröße 2700 mm × 2000 mm × 1200 mm) sowie im klassischen Handformbereich her und stellt seine Leistungen auf der Hannover-Messe 2012 vor. Das Unternehmen betreibt zudem einen umfangreichen Maschinenpark für die Vor- und Genauigkeitsbearbeitung von Großgussteilen.

„Der zunehmende weltweite Energiebedarf erfordert Lösungen, die häufig nur mit Gussteilen wirtschaftlich darstellbar sind. Das wollen wir mit der Auswahl unserer aus dem Energiesektor stammenden Exponate unterstreichen“, erläutert Vorstand Detlev Bern. „Sowohl das Rotorlager- und das Getriebegehäuse einer 2MW-Windkraftanlage als auch die knapp 6 m lange Achse einer Müllverbrennungsanlage werden in Mölln gegossen und einbaufertig bearbeitet.“

Das Leistungsangebot von HuH richtet sich an Maschinenbauer, die bereits Eisengussteile in der Gewichtsklasse von 50 bis 12.000 kg einsetzen oder über deren Einführung nachdenken. „Gerade im letzten Fall kann die Inanspruchnahme unserer Dienstleistungen hilfreich sein“, so Vertriebsleiter Thorsten Röpke. Denn das Unternehmen agiere nicht nur als Produktionspartner, sondern unterstütze auch bei der Produktentwicklung oder führe diese komplett im Kundenauftrag durch.

Neben konstruktionsbegleitenden Berechnungen bis hin zum Festigkeitsnachweis komme dabei standardmäßig die Topologieoptimierung zur Anwendung. Das mache sich in besonders material- und energieeffizienten Lösungen und letztlich auch in den Stückkosten positiv bemerkbar.

Ein Beispiel für die partnerschaftliche Produktentwicklung ist die auf der Messe ausgestellte Ofenrost-Achse, mit der neue Leistungsklassen erschlossen wurden. „Die Zusammenarbeit von Maschinenbauer und Gießer führte hier zu neuen Kopfgeometrien, um sowohl die Bauteilfestigkeit als auch die Anforderungen an eine prozesssichere Fertigung in Einklang zu bringen“, ergänzt Dr. Thorsten Schmidt, bei HuH für die Bauteilentwicklung verantwortlich. „Die rechnerisch ermittelte Festigkeit wurde durch ein anschließendes Experiment in einem Forschungsinstitut bestätigt.“

Heidenreich & Harbeck auf der Hannover-Messe 2012 Halle 3, Stand B26

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