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Organobleche

Umformen und Spritzgießen auf einer Maschine

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Dieses Bauteil wurde durch Umformen aus Organoblech gefertigt. Funktionselemente und Versteifungsrippen sind angespritzt. (Bild: Weberit)
Dieses Bauteil wurde durch Umformen aus Organoblech gefertigt. Funktionselemente und Versteifungsrippen sind angespritzt. (Bild: Weberit)

Weberit hat ein Verfahren entwickelt, das glasmattenverstärkte Thermoplasthalbzeuge (GMT) und Organobleche umformt und komplexe Funktionselemente oder Versteifungsrippen anspritzt. Beide Prozesse finden auf einer Spritzgießmaschine statt. Umformen und Spritzgießen können in einem Arbeitsschritt erfolgen.

Noch in der Entwicklung befindet sich ein Verfahren mit dem zusätzlich Faserstränge aus unterschiedlichen Rohstoffen – wie Glas, Carbon, Lava oder Aramid – entlang der Kraftlinien eingebracht werden können. Laut Weberit lassen sich dadurch weitaus höhere Kräfte als mit herkömmlichen faserverstärkten Spritzgießteilen aufnehmen.

Neues Verfahren bringt höhere Steifigkeit und Festigkeit

„Der entscheidende Vorteil dabei ist, dass wir gezielt dort verstärken können, wo die größte Krafteinleitung erfolgt. Dadurch erzielen wir beispielsweise eine höhere Steifigkeit und Festigkeit“, erklärt Dr. Willi Jung, Vertriebsleiter bei der Weberit Werke Dräbing GmbH, Oberlahr/Westerwald. „Wir bieten mehr als die bekannten Organobleche“.

Im Vergleich zum klassischen Leichtbau im Duroplastbereich hebt Jung eine deutlich erhöhte Produktivität hervor. So wurden bei der Herstellung von Musterteilen Zykluszeiten von etwa 1 min erreicht. Damit seien auch große Stückzahlen wirtschaftlich herstellbar.

Zur industriellen Nutzung des Verfahrens stehen eine 1000-, 2.000- und 5000-kN-Spritzgießmaschine mit Roboterhandling bereit.

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