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Spritzgießen

Neue Modelle für die Verarbeitung von Elastomeren

| Redakteur: Peter Königsreuther

Diese MTF400/100 edition S steht für gute Wiederholgenauigkeit durch präzise Dosierung. Sie benötigt nur 2,3 m² Aufstellfläche und gilt als energieeffiziente Anlage durch den servohydraulischen Cool-Drive II-Antrieb.
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Diese MTF400/100 edition S steht für gute Wiederholgenauigkeit durch präzise Dosierung. Sie benötigt nur 2,3 m² Aufstellfläche und gilt als energieeffiziente Anlage durch den servohydraulischen Cool-Drive II-Antrieb. (Bild: Maplan)

Maplans Produktoffensive geht weiter, und beschert der edition-Baureihe drei kompakte Neuzugänge für die Gummiverarbeitung

Zur DKT 2012, wichtigster Treffpunkt der Gummiwelt, präsentierte Maplan aus Ternitz (Österreich) gleich drei kompakte und energieeffiziente Neuentwicklungen. Technisches Highlight war, laut Rudolf Eisenhuber, Bereichsleiter Technik bei Maplan, diesmal eine vertikal von oben einspritzende Elastomer-Spritzgießmaschine des Typs MTF400/100 edition, mit einem Cool Drive II-Antrieb.

Die vertikale edition-Baureihe umfasst nun insgesamt sieben Modelle mit jeweils 100, 160, 250, 320, 400, 650, 800 t Schließkraft für die Ausführungen edition und edition S. Neu hinzugekommen ist nun die 3.200 kN-Version. Die beiden anderen Exponate, so Eisenhuber, thematisieren das Eckenvulkanisieren bei Gummiteilen und das Eckenumspritzen mit TPE sowie die zukünftigen Potenziale in der Automatisierung von Elastomeranwendungen.

Vertikal angelegte Wiederholgenauigkeit

Die in Nürnberg gezeigte MTF400/100 edition S verdeutlichte, worum es den Elastomerexperten aus Österreich geht: Denn ein hochpräzises FIFO-Spritzaggregat mit Dosiervolumen von 400 ccm gewährleistet eine sehr gute Dosiergenauigkeit und ein konstantes L/D-Verhältnis. Die sehr kurz ausgeführte Düse sorge für maximalen Einspritzdruck direkt am Werkzeug. Zudem ist sie gekühlt, was keine zyklusverlängernde Düsenabhebung erfordere. Die ausfahrbare Plastifiziereinheit vereinfacht laut Maplan spürbar jeden Materialwechsel. Mit einer Stellfläche von 2,3m², und einer um 20% vergrößerten Aufspannfläche, bietet die stellflächenoptimierte edition-Baureihe ein hohes Maß an Leistungsmerkmalen bei geringer Flächenbelegung, so der Hersteller.

Energieeffizienz auf ganzer Linie

Im Vordergrund steht aber voll und ganz die Energieeffizienz, wie es heißt: Die servohydraulischen Cool-Drive II-Antriebe – bei Maschinen der edition S-Version bereits eine Serienausstattung – sollen, gegenüber konventionellen Maschinenantrieben, im Idealfalle eine Energieeinsparung von 70% ermöglichen können. Auch der Geräuschpegel dieses Antriebs ist geringer.

DCI-Temperiergeräte in Energiesparversion sorgen für eine optimale Temperierung des Werkzeugs im Zyklus. Die Maschine verfügt außerdem über das einzigartige Prozessoptimierungssystem Cure² zur deutlichen Verkürzung der Heizzeit im Prozess. Cure² analysiert und optimiert dazu alle wesentlichen Prozessparameter für den Bediener wie Werkzeugtemperierung, Kaltkanal-Temperatur, Plastifizierzylindertemperatur, Staudruck, Nachdruck und Schneckendrehzahl. Daraus resultiert eine gleichbleibende Formteilqualität, so Maplan.

Gesteigerte Automation bei Elastomermaschine

Das Exponat einer MHF400/200 edition, mit einem sechsachsigen Roboter repräsentierte das Thema Automation. Generell, so räumte Eisenhuber ein, sind solche Roboter in der Verarbeitung von Elastomeren noch eher selten: Erst bei weiterer Zunahme der Kavitätenanzahl oder auch der Komplexität wird das Thema interessanter, wie er erklärt. In jedem Falle steckt in der Automatisierung von Elastomerfertigungen noch ein hohes Potenzial. Für ihn ist dies ein in weiterer Beitrag zur Festigung des Produktionsstandortes Europa, sagt Eisenhuber.

Wie das erste Exponat, ist auch die MHF400/200 edition mit der neusten Steuerung PC500touch V3 mit Cure²-Interface ausgestattet. Auch hier kommt ein hochpräzises FIFO-Spritzaggregat zum Einsatz, allerdings diesmal horizontal angeordnet. Das ergibt eine Stellfläche von 3,6 m² ohne die Entformeinrichtungen. Hergestellt wurden Armbänder aus Silikonkautschuk. Das Kaltkanalwerkzeug stellte RO-RA Aviation Systems, aus Schörfing am Attersee (Österreich) bereit. Das Werkzeug verfügt über einen aktiv gesteuerten zweifach Nadelverschluss-Kaltkanal mit zwei Kavitäten. Als Entnahmeroboter kam ein sechsachsiger Fanuc M710iC/50E mit Entnahmegreifer von RO-RA zum Einsatz. Die Fertigungszelle arbeitete automatisch und sorgte für grat- und nacharbeitsfreie Teile.

Herausforderung: Ecken an Gummiteilen vulkanisieren

Als drittes Exponat zeigte Maplan eine MTTF100/40C in C-Rahmenbauweise. Es handelte sich um eine vertikal von oben einspritzende und von oben schließende Elastomermaschine. Der holmlose C-Rahmen zeichnet sich durch eine enorme Formsteifigkeit aus, so Maplan. Maplan C-Rahmenmaschinen böten Vorteile bei Ergonomie und Handling denn sie erlauben dem Bediener freien Zugriff zum Werkzeugeinbauraum. Maschinen dieser Art sind prädestiniert für die Eckenvulkanisation, Glasumspritzung, Dichtelemente, Formteile, Endkappen oder 2K-Bauteile.

Alternativ zum Vulkanisieren ist eine TPE-Version in Form eines thermoplastfähigen Spritzaggregats lieferbar. Diese kompakte Anlage benötigt 1,3 m² Stellfläche. Sie ist in Bezug auf die energieeffiziente Antriebstechnik (Cool Drive II), sowie die Steuerungstechnik auf dem modernsten Stand der Technik. Der Clou steckt hier jedoch klar in der Anwendung, wie es heißt, unter dem Stichwort Eckenvulkanisation. Die Eckenverbindungen ergeben als Endprodukt etwa Fensterdichtungen für die Automobilindustrie oder für den Fensterbau. Gefertigt wurde auf der Veranstaltung ein Türprofil. In der Profilfertigung sind Ergonomie, freie Zugänglichkeit und frei konfigurierbare Zusatzbewegungen notwendig. Hier punktete das Maplan-FIFO-Spritzaggregat mit einem Dosiervolumen von 100 ccm in Sachen Performanz und Präzision.

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