Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Kunststoffverarbeitung

Laserschmelzen – die hohe Kunst im Spritzgießformenbau

| Autor / Redakteur: Guido Radig / Josef-Martin Kraus

Die Lasercusing-Anlage vereinfacht die Fertigung geometrisch komplexer Werkzeugeinsätze mit konturnahen Kühlkanälen. Fertigungsflexibilität und Zeiteinsparung erleichtern Kundennähe und Termintreue.
Bildergalerie: 5 Bilder
Die Lasercusing-Anlage vereinfacht die Fertigung geometrisch komplexer Werkzeugeinsätze mit konturnahen Kühlkanälen. Fertigungsflexibilität und Zeiteinsparung erleichtern Kundennähe und Termintreue. (Bild: Radig)

Laserschmelzen heißt das Zauberwort des Formenbauers Faßnacht, der damit eine Brücke zwischen Zeit- und Kostendruck auf der einen Seite sowie hohem Qualitätsanspruch auf der anderen Seite schlägt. Die Investition in dieses additive Fertigungsverfahren war nun ein Meilenstein auf dem Weg zum Werkzeugbauer des Jahres 2012.

Mitte des Jahres 2012 hat der Formenbauer Faßnacht seinen 1000. generativ gefertigten Formeneinsatz ausgeliefert. Damit hat sich das Lasercusing-Verfahren binnen fünf Jahren zu einem wichtigen Faktor in Bobingen entwickelt – und das in einer Branche, die traditionell in Formen, Drehen, Sägen, Fräsen und Erodieren denkt. Die zunehmende Bedeutung des Laserschmelzens mit Metallen hat Gründe im modernen Werkzeugbau. So ermöglicht das Lasercusing der Concept Laser GmbH in Lichtenfels, dass Kühlkanäle sehr nahe unter der Formkontur verlaufen können (Bild 1). Geometrisch komplexe Kunststoffteile mit unterschiedlichen Wanddicken aufgrund von Verrippungen und Stegen können so „nahe am Geschehen“ gekühlt werden.

Konturnahe Kühlkanäle optimieren die Bauteilqualität

Konturnahe Kühlungen liegen im Trend. Was vor Jahren in Bezug auf das Fließverhalten als nicht prozessfähig galt, wird heute einfach gemacht. Zusätzlich zur Verkürzung der Zykluszeit beim Kunststoffspritzgießen lässt sich durch formkonturnahe Kühlung auch der Bauteilverzug reduzieren. Die Kühlkanalquerschnitte liegen bei über 5 mm. Das Lasercusing ermöglicht, den Abstand zwischen Formkontur und Kanalquerschnitt auf 2 bis 3 mm zu minimieren. Dadurch wird das Kunststoffteil in der Spritzgießform optimal gekühlt (Bilder 2 und 3).

Auch das Gegenteil, das Temperieren, kann über solche Kanäle erfolgen. Dies geschieht beispielsweise bei spritzgegossenen Kunststoffteilen mit Hochglanzoptik (High-glossy-Effekt). Bestimmte Spritzgießformen übernehmen sogar beide Aufgaben in getrennten Kanalkreisläufen. Sie temperieren Außen- oder Sichtoberflächen, die eine Hochglanzoptik erhalten sollen, und kühlen Verrippungen an der Innenkontur zur Vermeidung von Bauteilverzug. Die bislang mit dieser Temperier- und Kühltechnik ausgestatteten Spritzgießformen von Faßnacht haben beim Kunden die Zykluszeit des Spritzgießens um bis zu 40 % verkürzt. Das bedeutet einen enormen Produktivitätsgewinn für den Spritzgießer.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 35839090 / Kunststofftechnik)