03.06.2009 | Autor / Redakteur: Udo Schnell und Claudia Otto / Jürgen Schreier
Mit dem Vorstandsvorsitzenden der VDMA-Fachgemeinschaft Robotik + Automation, Dr. Norbert Stein, sprachen wir über die aktuelle Konjunktursituation, die Automatica 2010 und aktuelle technische Trends in der industriellen Bildverarbeitung.
Dr. Stein: 2008 war für die Bildverarbeitung ein sehr gutes Jahr. Wir hatten 5% Wachstum, wenn auch weniger als wir in den langen Jahren davor. Allerdings kommt jeder Markt einmal in die Phase, in der die Wachstumsraten nicht mehr jedes Jahr zweistellig sind. Doch mit 5% waren wir angesichts der Delle am Jahresende sehr gut dabei. 2009 wird ein sehr schwieriges Jahr für die Bildverarbeitung. Das zeichnet sich schon jetzt ab. Wir hatten im ersten Quartal einen noch nie dagewesenen Einbruch um 48% im Auftragseingang. Wir rechnen, basierend auf diesen Zahlen, für das Gesamtjahr mit einem Umsatzeinbruch von 30%. Wir sehen das aber als kurzfristigen Trend und glauben, dass wir uns ab 2010 langsam wieder an die alten Zahlen heranarbeiten können.
Dr. Stein: Die letzten drei Automaticas waren ein großer Erfolg, und die nächste in 2010, also in gut einem Jahr, wird ideal positioniert sein. Wir werden bis dahin – hoffentlich, aber wir gehen alle fest davon aus - die Krise im Wesentlichen überwunden haben und dann wieder in ansteigenden Wachstumsphase sein. Ein idealer Zeitpunkt für eine Messe, ganz besonders für eine Automatisierungsmesse wie die Automatica! Denn dann kommen unsere Kunden, um sich zu informieren über neue Möglichkeiten, wie sie ihre Prozesse optimieren, die Qualität verbessern und wie sie kostensparend produzieren können.
Also vom Timing her kann ist die Automatica 2010 optimal. Wir, als Aussteller, freuen uns natürlich auf die Automatica 2010 und gehen gerne auf diese Messe, weil wir dort unsere Kunden treffen, weil wir mit dem Kunden über unsere Innovationen sprechen können. Wir nutzen die Chance, die wir zurzeit haben mit der kleinen Konjunkturdelle, wenn man das so sagen darf, für Neuentwicklungen. Und mit diesen neuen Produkten werden wir dann auf der Automatica 2010 präsent sein. Von daher sind wir sehr optimistisch, dass die nächste Automatica ein noch ein größerer Erfolg sein wird als die Automatica 2008.
Dr. Stein: Seit 25 Jahren bin ich nun in der industriellen Bildverarbeitung mit der Firma Vitronic vertreten. Am Anfang hatten wir noch analoge Schnittstellen. Da stellte sich diese Frage noch nicht, denn die Kameras waren noch nicht so schnell. Seit dieser Zeit haben wir eine ganze Reihe von unterschiedlichen Schnittstellen gehabt und wir sind heute mit GigE soweit, dass wir bei allen Kameras, die auf dem Markt sind, die Daten schnell genug in den Rechner bringen können.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 304130)