Notstromaggregate

Terajoule Energy bringt vier "virtuelle Regelkraftwerke" an den Strommarkt

22.02.11 | Redakteur: Jürgen Schreier

Netzersatzanlage von Terajoule-Partner Kirsch. (Bild: Kirsch)
Netzersatzanlage von Terajoule-Partner Kirsch. (Bild: Kirsch)

Die Unternehmensgruppe Terajoule Energy bringt vier Anlagenpools zur Bereitstellung von Regelenergie auf den deutschen Markt. Diese "virtuellen Kraftwerke" übernehmen bundesweit eine Ausgleichsfunktion bei kurzfristigen Nachfrageschwankungen im deutschen Stromnetz.

Durch den starken Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland nehmen kurzfristige Angebotsschwankungen im Stromnetz etwa durch unstete Wind- oder Sonnenkraft ständig zu. Um diese Schwankungen kurzfristig ausgleichen zu können, müssen die Netzbetreiber eine Reserve vorhalten.

Aus Nostromggregaten wir dein virtuelles Regelkraftwerk

Hierfür vernetzt Terahoule Energy ab sofort bundesweit dezentrale Notstromaggregate zu virtuellen Regelkraftwerken in allen vier bundesdeutschen Netzgebieten. Sie werden je nach Bedarf als positive Minutenreserve in eines der vier Stromübertragungsnetze eingespeist.

"Eine bundesweit organisierte Regelenergieversorgung stellt eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland dar", betont Terajoule-Geschäftsführer Dr. Frank Baumgärtner die volkswirtschaftliche Bedeutung des Vorstoßes der Energiegruppe.

Besitzer von Notstromaggregaten erzielen Zusatzerlöse ohne bürokratischen Aufwand

Um als Anbieter in dem Markt für Regelenergie tätig zu werden, muss ein Pool von 20 MW pro Netzgebiet zu einem virtuellen Kraftwerk zusammen geschaltet sein. Für die jeweiligen Anlagenbesitzer etwa von Notstromaggregaten eröffnen sich dadurch zusätzliche Erlösquellen bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen.

"Anlagenbesitzer werden zu Erzeugern und verdienen in erster Linie an der Bereitstellung, das heißt an der Möglichkeit, die Anlage im Bedarfsfall zu aktivieren. Der tatsächliche Abruf erfolgt nur in wenigen Stunden pro Jahr. Eine Anlage mit 1 MW kann bis zu 25000 Euro jährlich erlösen", erläutert der für Regelenergie verantwortliche Terajoule Energy-Manager Matthias Karger.

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