Hannover-Messe 2012

Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie erwartet Beruhigung auf hohem Niveau

24.04.12 | Redakteur: Jürgen Schreier

Industrial Supply: Internationale Leitmesse für industrielle Zulieferlösungen und Leichtbau.
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Industrial Supply: Internationale Leitmesse für industrielle Zulieferlösungen und Leichtbau. (Bild: Deutsche Messe)

Für 2012 erwarten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) ein Produktionsplus von 3 bis 4%. Wie bei einer Pressekonferenz auf der Hannover-Messe 2012 erläutert wurde, würde die Branche damit eine "Beruhigung auf hohem Niveau" erfahren.

Nach zwei Jahren mit einem außergewöhnlich hohen Wachstum entspricht die nachlassende Dynamik laut Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie einem normalen zyklischen Verlauf. Folglich blickten die Zulieferer zuversichtlich aber mit Vorsicht in die Zukunft, erklärte ArGeZ-Sprecher Dr. Theodor L. Tutmann in Hannover.

Das Geschäftsklima der deutschen Zulieferindustrie hat bereits im März 2012 angedeutet, dass die erhoffte weitere Erholung im Jahresverlauf noch eine holprige Wegstrecke vor sich haben könnte. Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Zukunftserwartungen haben einen, wenn auch kleinen, Dämpfer bekommen und liegen unter den Werten des Vormonats.

Umsatz der deutschen Zulieferindustrie wuchs 2011 nominal um 16,5%

Dies spiegele sich auch im als vorlaufenden Frühindikator eingestuften Einkaufsmanagerindex Deutschlands wieder: Der gesamtwirtschaftliche Aufwärtstrend zeige sich zwar volatil, aber gleichwohl intakt. Der "Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie" wird monatlich von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt.

Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie technische Textilien ab.

Der Umsatz der deutschen Zulieferindustrie ist 2011 gegenüber dem Vorjahr 2010 nominal um 16,5% gewachsen. „Unsere Erhebungen zeigen, dass wir 2011 das Vorkrisenniveau des Jahres 2008 um 7% überschritten haben“, so ArGeZ-Sprecher Tutmann. In den letzten beiden Jahren konnten die Verluste von 2009 (minus 23%) damit ausgeglichen werden. Die jährliche Wachstumsrate beträgt damit seit 2008 knapp 2,5%. Um Preiseffekte bereinigt liegen die Werte niedriger, bleiben jedoch im positiven Bereich.

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