03.04.2009 | Redakteur: Peter Steinmüller

Auf der Sonderschau Rapid X der Hannover-Messe 2009 präsentiert Eplan Software & Service gemeinsam mit Rittal und Partnern die interdisziplinäre Entwicklung mechatronischer Produkte. Alle Disziplinen eines durchgängigen Entwicklungsprozesses werden live am Beispiel eines Schaltschranks für eine Werkzeugmaschine vorgeführt.
Mit dem Eplan Engineering Center (EEC), der Steuerzentrale im mechatronischen Engineering, wird disziplinübergreifend die komplette Steuerungstechnik der Werkzeugmaschine inklusive SPS-Programm entwickelt. Die herkömmliche Elektro- und Hardwarekonstruktion demonstriert Eplan Electric P8, mit dem die gesamte Schaltung und Verdrahtung konstruiert und durchgängig dokumentiert wird. Der interdisziplinäre Ansatz in der Verbindung zur Fluidtechnik wird auf einheitlicher Datenplattform mittels Eplan Fluid realisiert.
Die nächste Station im Entstehungsprozess ist der Schaltschrankaufbau. Auf der Grundlage der elektrotechnischen Projektierung unter Berücksichtigung vorhandener Rittal-Produktdaten wird das Gehäuse mit seinen Zubehörteilen im 3D konfiguriert. Der Schrank wird virtuell mit allen benötigten Bauteilen in Eplan Cabinet bestückt, die entsprechenden Drahtlängen mittels integriertem Routing automatisch berechnet.
Aufgrund der Verlustleistung der platzierten Bauteile lässt sich nun mittels thermodynamischer Analyse ein Wärmebild des Schrankinneren exakt berechnen und simulieren. Mit diesen Daten kann neben der Auslegung der Kühlgeräte auch die Kühlluftverteilung optimiert werden.
Entspricht die Konstruktion den technischen Vorgaben, so startet die mechanische Bearbeitung des Schrankgehäuses sowie der Montageplatte auf der Steinhauer E-CAB Workcenter. Auch diese Daten lassen sich aus Eplan Cabinet direkt an die NC-Fertigung übergeben. Damit ist der durchgängige Prozess gesichert.
Nächster Schritt ist die Drahtkonfektionierung mittels Komax Zeta. Die Drähte werden abgelängt, automatisch beschriftet und mit den entsprechenden Aderendhülsen versehen, so dass sie unmittelbar im Schrank installiert werden können. Sämtliche Beschriftungsinformationen stammen dabei aus Eplan Electric P8 und können 1:1 übernommen werden — die Drahtlängen wurden zuvor in Eplan Cabinet berechnet.
Nachdem der Schaltschrank gefertigt wurde, kann die SPS-Software in die Steuerung herunter geladen werden. Der Schrank ist somit Bereit zum Einschalten. Um die Funktionalität bereits beim Hersteller abzusichern, können mittels virtueller Inbetriebnahme die einzelnen Funktionen der Maschine inklusive Fehlerbehandlung simuliert werden.
Eplan Software & Service GmbH & Co. KG, Halle 17, Stand D40
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