Mechatronik

Wittenstein startet Bau seiner Innovationsfabrik

09.05.12 | Redakteur: Stéphane Itasse

Prominenz aus Politik und Unternehmen beim Spatenstich für die Wittenstein-Innovationsfabrik.
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Prominenz aus Politik und Unternehmen beim Spatenstich für die Wittenstein-Innovationsfabrik. (Bild: Wittenstein)

Mit dem ersten Spatenstich hat die Wittenstein AG den Bau eines Mechatronikzentrums am Hauptsitz in Igersheim-Harthausen gestartet. Für diese Innovationsfabrik investiert das Unternehmen laut eigener Mitteilung vom Mittwoch insgesamt 30 Mio. Euro. Vor allem will Wittenstein damit einen Sinneswandel vorantreiben.

Zu einem innovativen Produkt gehört nach Überzeugung von Wittenstein künftig immer auch eine innovative Produktion. Mit der Innovationsfabrik der Wittenstein AG soll dieser Sinneswandel in die Tat umgesetzt werden. Bis Mitte 2013 will das Unternehmen ein Gebäude errichten, das optimale Bedingungen für innovative Produktionsprozesse bei Ressourceneffizienz, Umweltbewusstsein und Arbeitsumgebung bietet: großzügige, helle und saubere Büro- und Fertigungsräume mit kurzen Wegen, transparent nach innen und außen sowie geräusch- und emissionsarm.

Innovationsfabrik soll Grundlage für Wachstum von Wittenstein schaffen

Der Neubau mit einer Grundfläche von 133 × 90 m, dreigeschossig und 14 m hoch, entsteht direkt neben dem Hauptsitz der Wittenstein AG in Igersheim-Harthausen. Mit rund 18.000 m² Grundrissfläche ist der Gebäudekomplex aus Naturstein und Glasfassade in etwa so groß geplant wie die bislang bestehenden sechs Produktionshallen und bietet Platz für 500 Mitarbeiter. Bereits im Herbst soll das Richtfest der Wittenstein-Innovationsfabrik gefeiert werden.

Der Gebäudekomplex schafft die räumlichen Voraussetzungen für weiteres Wachstum der Unternehmensgruppe, heißt es. Die 30-Mio.-Euro-Investition trage zum einen der positiven Geschäftsentwicklung in der Vergangenheit Rechnung und stelle zum anderen die baulichen Weichen für weiteres nachhaltiges Wachstum. „Unser Ziel ist der weitere Ausbau zum globalen Mechatronikkonzern“, sagt Dr. Manfred Wittenstein, Vorstandsvorsitzender der Wittenstein AG, „dafür suchen wir vernünftige und kluge Antworten für die künftigen Anforderungen der Produktion.“

Kurze Wege in der Innovationsfabrik beflügeln Zusammenarbeit

Eine solche Antwort soll nun in den kommenden Monaten entstehen, konzipiert vom international renommierten Architekturbüro „Henn Architekten“. In der künftigen Innovationsfabrik würden sämtliche Arten von Wittenstein-Innovationen produziert. „Nach unserem Verständnis beschränkt sich Innovation eben nicht nur auf Produkte, sondern auch auf Prozesse, Dienstleistungen, ja auf ganze Geschäftsmodelle und soziale Innovationen“, erläutert Dr. Michael Geier, Geschäftsführer der Wittenstein Cyber Motor GmbH und zugleich Projektleiter des Neubaus.

In der Praxis bedeute dies für das Innenleben der Innovationsfabrik, dass die Entwicklungs-, Vertriebs- und Produktionsbereiche mehrerer mechatronischer Unternehmenseinheiten räumlich eng miteinander verzahnt werden. Alle Prozesspartner, sprich Ingenieure, Vertriebsmitarbeiter und Werker, sollen nah beieinander arbeiten. Laut Unternehmen eine fruchtbare Nähe, weil sie Schnittstellen optimiert und Beziehungsintelligenz kreiert. Und in Folge beispielsweise Entwicklungszeiten halbiert.

„Fabrikationsgegenstände“ werden mechatronische Komponenten und Systeme sein, bestehend aus Mechanik,Steuerungen, Sensorik und Software für Kundenanwendungen in ganz unterschiedlichen Branchen wie die Halbleiterindustrie, Energiegewinnung oder Automobilindustrie.

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