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Eichenberger Gewinde

Gewindetriebe 100 Prozent Swiss-Made-

| Redakteur: Luca Meister

Speedy-Gewindespindeln (ø16 mm x Steigung 90 mm)
Bildergalerie: 7 Bilder
Speedy-Gewindespindeln (ø16 mm x Steigung 90 mm) (Bild: SMM)

Qualitativ hochwertige Kugelumlaufspindeln und Gleitspindeln – per Kaltumformung hergestellt – sind die Kernkompetenz der Eichenberger Gewinde AG. Die weitere Stärke des Aargauer Unternehmens liegt in der kundenspezifischen Entwicklung von Spezial-Kugelgewindetrieben. Damit hebt sich der Gewindespezialist auch im Ausland von der Konkurrenz deutlich ab.

Die Spindeltriebe der Eichenberger Gewinde AG kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz: von der Lastwagenkupplung über das Spitalbett bis zur Sockenstrickmaschine – grundsätzlich überall, wo etwas bewegt werden muss. Die gerollten Gewinde sind in vier Produktelinien und in verschiedenen Dimensionen (von 4 bis 40 mm) erhältlich. Als Lohnarbeit können Stangen von über 100 mm Durchmesser kaltumgeformt werden (beispielsweise zertifizierte Spezialgewindebolzen, die höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen).

1953 als Lohnfertiger gegründet, 1988 mit der eigenen Herstellung von Kugelspindeln begonnen, beträgt der Anteil an Eigenprodukten mittlerweile über 90 %. Die 120 Mitarbeiter beschäftigende Eichenberger Gewinde AG (EAG) gilt nicht nur in der Schweiz als erster Ansprechpartner, wenn es um qualitativ hochwertige Gewindetriebe geht. Der Bezug des neuen Bürogebäudes 2012 zeigt, dass am Standort Burg festgehalten wird.

Perfektionierter Kaltumformprozess

Die Kernkompetenz der EAG liegt im Kaltumformen. Insgesamt stehen in der Produktion acht Gewinderollmaschinen im Einsatz. Geschäftsführer Kurt Husistein erklärt: „Unser Fachwissen im Gewinderollen ist entscheidend. Damit können wir uns auf dem internationalen Markt von unseren Konkurrenten abheben.“ Das Know-how liegt u. a. darin, den Kaltumformprozess – die meisten Kugelgewindetriebe werden aus Wälzlagerstahl (1.3505 / 100Cr6) hergestellt – gezielt zu beeinflussen. Die Steilgewindespindeln werden fast ausnahmslos aus Edelstahl gefertigt. Einer der stärksten Vorteile des Kaltumformens gegenüber dem spanenden Verfahren ist, dass die Faserverläufe des Materials nicht zerstört werden, was sich positiv auf die Festigkeitseigenschaften auswirkt. Die EAG hat den Kaltumformprozess derart perfektioniert, dass in den meisten Fällen kein Richtprozess mehr nötig ist (Der Rollvorgang erhöht die Festigkeit in der Regel um 30 %, bei Edelstählen teils noch mehr).

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