Marktentwicklung

Niedrige Zinsen beflügeln Intralogistik

13.03.12 | Redakteur: Robert Weber

Gefragt: Intralogistikprodukte sind weltweit begehrt. Deshalb sind die Hersteller auch optimistisch für 2012. Im Bild ein Shuttle von Knapp. (Bild: Knapp)
Gefragt: Intralogistikprodukte sind weltweit begehrt. Deshalb sind die Hersteller auch optimistisch für 2012. Im Bild ein Shuttle von Knapp. (Bild: Knapp)

Die Intralogistikhersteller lassen sich von der Schuldenkrise nicht schrecken. Die Mehrheit blickt zuversichtlich in die Zukunft. Die IWL-Studie gibt den Unternehmen Recht. Die Mehrheit ist optimistischer als 2011.

Die Ulmer Logistikberater befragten mehr als 120 Unternehmen aus der Intralogistik zu aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen. Etwa zwei Drittel der Befragten erwarten in 2012 zumindest für einen Teilbereich ihres Unternehmens positive Auswirkungen durch die wirtschaftliche Situation. Rund 43% blicken sogar für sämtliche Geschäftsbereiche optimistisch aufs nächste Jahr. 2011 lag dieser Wert bei nur etwa 28%.

Keine Angst vor Griechenland und Co.

Die Euro-Krise hat für die Branche offenbar ihren Schrecken verloren. Ihre Auswirkungen auf die nationale Wirtschaft werden weniger negativ gewertet als noch im Jahr 2010 die Auswirkungen der Finanzkrise. Über die Hälfte der Befragten erwartet demnach lediglich eine vorübergehende Bedrohung mit einer mäßigen Beeinträchtigung der Gesamtwirtschaft.

Für ihre eigene Branche rechnen hingegen rund 30% der Befragten mit steigenden Investitionen in die Intralogistik für 2012, während 12% der Teilnehmer verstärkte Anlagen in Gebäude voraussagen. Um von diesem Wachstum zu profitieren, will etwa jedes dritte Unternehmen seine Ressourcen und Kapazitäten aufstocken.

Logistikdienstleister pessimistisch

Zugleich planen mehr als 30% der Berater und Hersteller 2012 ihren Vertrieb auszubauen, um die neuen Kapazitäten dauerhaft auszulasten. Die Erwartungen der Teilnehmer für das Jahr 2012 fallen nicht nur trotz, sondern möglicherweise auch gerade wegen der Finanzkrise recht positiv aus, so die Autoren.

Denn aufgrund der mit der Euro-Krise einhergehenden niedrigen Zinsen ist mit weiteren gezielten Investitionen zu rechnen. Die Logistikdienstleister bilden bei der positiven Bewertung von 2012 mit nur 10% das Schlusslicht. Denn im Vergleich zu den Herstellern, Anwendern und Beratern mussten sie im Jahr 2011 deutlich mehr Zahlungsausfälle und Zahlungsverzögerungen hinnehmen, heißt es.

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