Zeitfenstermanagement

Wartezeiten an der Rampe verkürzen

12.04.12 | Redakteur: Bernd Maienschein

Cargoclix-Geschäftsführer Dr. Victor Meier ist vom derzeit falschen Bild der Rampensituation überzeugt. (Bild: Cargoclix)
Cargoclix-Geschäftsführer Dr. Victor Meier ist vom derzeit falschen Bild der Rampensituation überzeugt. (Bild: Cargoclix)

Zeitfenstermanagement ist laut einer Cargoclix-Studie bei 41 Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistikdienstleistern hilfreich, Warte- und Durchlaufzeiten an der Rampe zu verkürzen. 90,2 % der Befragten sind dieser Meinung. Die Umfrage hat die Freiburger Dr. Meier & Schmidt GmbH in Auftrag gegeben.

Übereinstimmend beurteilen die Befragten die Wirksamkeit von Zeitfenstermanagement-Systemen bei der Reduzierung von Warte- und Durchlaufzeiten äußerst positiv. Am deutlichsten fällt das Urteil bei den Wartezeiten aus. 90,2 % aller Befragten stellen eine Verkürzung der Wartezeiten durch den Einsatz von Zeitfenstermanagement-Systemen fest, nur 9,8 % verneinen dies. Bei den Betreibern der Lagerstandorte verzeichnen sogar 100 % eine Wartezeitenverkürzung. Die Logistikdienstleister liegen erwartungsgemäß leicht darunter: 82,6 % aller Spediteure geben an, dass sich die Wartezeiten an den Rampen spürbar verkürzt haben.

Zeitfenstermanagement verkürzt nicht automatisch die Durchlaufzeit

Bei den Durchlaufzeiten verzeichnen 72,5 % aller Befragten eine Verkürzung durch den Einsatz von Zeitfenstermanagement. Unter den Logistikdienstleistern ist mit 54,5 % immer noch mehr als die Hälfte dieser Meinung. Als Durchlaufzeit wurde im Rahmen der Umfrage die Zeit vom Beginn des vereinbarten Zeitfensters bis zum Ende der Abfertigung definiert.

Als Gründe für eine ausbleibende Verkürzung der Durchlaufzeiten auf Seiten der Spediteure führt die Untersuchung an, dass mit der Einführung eines Zeitfenstermanagements nicht automatisch auch das Ziel einer Durchlaufzeitenverkürzung verfolgt werde. Darüber hinaus seien die Gründe für lange Durchlaufzeiten selten in der Zeitfenstervergabe zu suchen. „Kürzere Abfertigungs- und Durchlaufzeiten sind nur durch die Analyse und Optimierung der gesamten Lieferkette möglich.

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