Kollisionsschutz für Krananlagen

15.03.2017

An Inland-Terminals, Binnenhäfen und Seehäfen werden für die Be- und Entladung von Containerschiffen oder für den LKW-Bahnumschlag in der Regel Portalkrane oder Brückenkrane eingesetzt. Die Kranwerke AG Mannheim mit Hauptsitz in Mannheim bietet als mittelständisches innovative

An Inland-Terminals, Binnenhäfen und Seehäfen werden für die Be- und Entladung  von Containerschiffen oder für den LKW-Bahnumschlag in der Regel Portalkrane oder Brückenkrane eingesetzt.

Die Kranwerke AG Mannheim mit Hauptsitz in Mannheim bietet als mittelständisches innovatives Unternehmen kundenspezifische Lösungen für diesen Bereich an, wie z. B. Portalkrane, Brückenkrane, Drehkrane sowie weitere Krane in unterschiedlichen Ausführungen.

ITT Control Technologies EMEA GmbH, ITT Enidine, bietet ein weites Produktportfolio im  Bereich Energieabsorption und Vibrationsisolation an, welche in allen Bereichen der Industrie, Luft- und Raumfahrt eingesetzt werden kann.

Technische Herausforderungen zu lösen liegt in der DNS von ITT Enidine.

Herr Büchsler (Vorstand Kranwerke Mannheim) führt aus:  „….das Unternehmen ITT Control Technologies EMEA GmbH war uns bekannt, wir hatten jedoch bei zurückliegenden Projekten noch  keine gemeinsamen Berührungspunkte. Unser erster positiver Eindruck hatte sich über den Verlauf des Projektes Endlagendämpfung für zwei neue Portalkrane für den Hafen in Mannheim (Endlagendämpfung für das Portalfahrwerk und für die Laufkatze) bestätigt.“

„Besonders hervorheben möchten wir neben der Reaktionsgeschwindigkeit das Know-how der Firma ITT für kundenspezifische Lösungen. Der direkte Kontakt mit den entsprechenden Ingenieuren aus der Applikationsabteilung von ITT Enidine und die dadurch erreichten Ergebnisse schafften ein hohes Maß an Vertrauen, um auch für zukünftige Projekte eine Zusammenarbeit weiter zu forcieren.“

Das Kranbau Unternehmen Kranwerke AG Mannheim deckt mit rund 90 Mitarbeitern die gesamte Krantechnik im Binnenhafen- und Industriebereich ab. Entwicklungsergebnisse und Erfahrungen aus diesen Sparten fließen aber auch in die Weiterentwicklung von Prozesskranen ein, auf diesem Markt hat sich Kranwerke AG Mannheim dank innovativer Krantechnik mittlerweile eine führende Position erarbeitet. Als Kranbauunternehmen und internationaler Dienstleister bietet die KW-Kranwerke AG absolute Kundenorientierung bei maximaler Flexibilität, höchster Fachkompetenz  und Zuverlässigkeit.

Ein Teil dieser Fachkompetenz wurde für die Berechnung der Endlagenpuffer sowohl für das Portalfahrwerk als auch für die Laufkatze, welche zum Sicherheitskonzept für den Kranbetrieb gehören, auf die Firma ITT Enidine übertragen.

Die Berechnung der Hochleistungsendlagenpuffer erfolgte in enger Absprache und nach den technischen Vorgaben von Kranwerke AG Mannheim  wie z. B. Anfahrgeschwindigkeit oder maximal zulässige Pufferkraft, um nur einige der Daten zu nennen, die bei der Berechnung der entsprechenden Hochleistungsdämpfer mit der notwendigen Dämpfungscharakteristik zu berücksichtigen sind. 

Zusätzlich zur Berechnung der Hochleistungspuffer für die jeweilige Endlage an der Laufkatze und der Kranendbahn am Ende des Verfahrweges gilt es auch, die Hochleistungspuffer für den Fall wechselseitiger Kollision der Portalkrane (Fall Puffer gegen Puffer) entsprechend zu berechnen.

Die Hochleistungspuffer sind im vorgesehenen Sicherheitskonzept die Endabsicherung für den Fall, dass die vorgeschalteten Sicherheitseinrichtungen am Portalfahrwerk oder der Laufkatze auf Grund von Fehlfunktionen versagen und der Kran oder die Laufkatze nicht wie vorgesehen vor Erreichen der jeweiligen Endposition abbremsen.

Die Hochleistungspuffer aus unserer HI-Serie für das Portalfahrwerk wurden so berechnet und mit der entsprechenden Dämpfungscharakteristik ausgeliefert, dass  für den Fall „Anfahren der Hochleistungspuffer an der Kranendbahn“ als auch für den Fall „Portalkran mit Puffer gegen Portalkran mit Puffer“, unter allen auftretenden Anfahrbedingungen bei einem Temperaturbereich von -20°C bis 40°C die auftretenden Pufferkräfte 280 kN nicht überschreiten. Damit wurde sichergestellt, dass die nach DIN EN15011 maximal zulässigen Verzögerungen (für Kran und Laufkatze) in keinem Fall erreicht oder gar überschritten werden.

Für die Laufkatze wurden ebenfalls von den ITT Enidine Ingenieuren die notwendigen Hochleistungspuffer berechnet, sodass die Laufkatze beim Versagen der Endabschaltung ebenfalls durch die Hochleistungspuffer ohne Schaden an Mensch und Maschine zum Stehen gebracht wird.

Die von den ITT Enidine Ingenieuren berechneten Hochleistungspuffer aus der HI-Serie verfügen über einen internen mit Stickstoff gefüllten Kolbenspeicher, der für eine geringere Länge und ein reduziertes Gewicht sorgt. Die lackierte Oberfläche der Außenhaut sowie die speziell verchromte Kolbenstange  verleiht den Hochleistungspuffern eine zusätzliche Schutzschicht gegen Korrosion, dadurch sind sie geeignet für den Einsatz in ungünstigen Umgebungsbedingungen und Witterungsverhältnissen.

Die Hochleistungspuffer aus der HI-Serie werden immer für den jeweiligen Einsatzfall berechnet und mit der entsprechenden Dämpfungscharakteristik werden ein sicherer Betrieb sowie geringstmögliche Stoßbelastungen am Portalfahrwerk und auch an der Laufkatze gewährleistet.

Diese Hochleistungsdämpfer sind als Endlagendämpfer am Kranfahrwerk und der Krankatze montiert und gehören zum Sicherheitskonzept für einen sicheren Betrieb von Kran und Katze und sind daher ein Muss für die Sicherheit an Mensch und Anlage.

Wenn es um Schutz vor Stoßeinwirkungen geht, ist nicht allein das Gewicht der materialbewegenden Anlage von Bedeutung. Zu berücksichtigen ist auch, ob es sich um einen Brückenkran, Containerkran oder eine Förderbahn handelt. Die Geschwindigkeit bei der Stoßeinwirkung spielt eine wichtige Rolle beim Ausmaß des Schadens, der im Falle eines Aufpralls entstehen kann, wie die folgende Formel bei der Berechnung der kinetischen Energie Ek = m x v² / 2  zeigt. Auch durch die Analyse des Stoßereignisses können Rückschlüsse gezogen werden, ob eine Anlage sicher ist.