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Paintexpo

Lackieren kann mehr Qualität, Individualität und Nachhaltigkeit bieten

| Autor: Stéphane Itasse

Über neue Trends in der Lackiertechnik können sich Besucher auf der Paintexpo vom 19. bis 22. April 2016 in Karlsruhe informieren.
Über neue Trends in der Lackiertechnik können sich Besucher auf der Paintexpo vom 19. bis 22. April 2016 in Karlsruhe informieren. (Bild: Paintexpo)

Die Ansprüche an lackierte Oberflächen steigen. Wesentliche dabei sind laut einer Mitteilung der Messe Paintexpo die Erhöhung von Qualität, Individualität und Nachhaltigkeit. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigten lackierende Unternehmen Informationen über Neu- und Weiterentwicklungen sowie Trends in der industriellen Lackiertechnik.

Die Lackiertechnik spielt in praktisch allen Bereichen der Industrieproduktion und der Herstellung von Konsumgütern eine entscheidende Rolle, wie es weiter heißt. Die Oberflächen hätten dabei unterschiedliche funktionale und dekoraktive Anforderungen zu erfüllen. Unabhängig davon, ob Metalle, Kunststoffe, Holz- und Holzwerkstoffe, Glas oder Verbundmaterialien zu beschichten sind, lauten die Anforderungen qualitativ hochwertiger, ressourcenschonender, flexibler, umweltverträglicher und gleichzeitig wirtschaftlicher zu lackieren, wie die Messe mitteilt. Die Aussteller der Messe Paintexpo präsentieren dafür vom 19. bis 22. April 2016 auf dem Messegelände Karlsruhe ihre Produkte und Dienstleistungen entlang der Prozessketten Nasslackieren, Pulverbeschichten und Coil Coating.

Chrom(VI)-Einschränkungen drohen – Paintexpo zeigt Alternativen

Zum 21. September 2017 läuft in der EU die Übergangsfrist für den Einsatz Chrom(VI)-haltiger Produkte ab, die teilweise noch für die Vorbehandlung von Aluminium und Zink eingesetzt werden, wie die Messe weiter berichtet. Ob es eine Autorisierung für das in den Annex 14 der Reach-Verordnung aufgenommene Chromtrioxid und weiterer Chromverbindungen geben wird, könne bisher niemand mit Sicherheit sagen. Da die Umstellung zeit- und kostenintensive Maßnahmen erforderlich mache, sei eine frühzeitige Information über den Umbau oder Neubau einer Vorbehandlungsanlage unverzichtbar. Auf der Paintexpo s ind laut Ankündigung des Veranstalters sowohl Anbieter chromfreier Vorbehandlungssysteme als auch von Vorbehandlungsanlagen.

Neues erwarte die Besucher auch bei klassischen Vorbehandlungsverfahren für metallische Substrate wie Eisen- und Zinkphosphatierungen sowie bei nanokeramischen Systemen. Für die Reinigung und Vorbehandlung von Bauteilen aus Stahl, Eisen und Aluminium würden unter anderem Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe präsentiert.

Energieeffizienz und Ressourceneffizienz bleiben beim Lackieren im Fokus

Die Optimierung der Energie- und Ressourceneffizienz ist laut Messemitteilung nach wie vor ein Thema, das für lackierende Unternehmen hohe Priorität besitzt. Eine wichtige Rolle dabei spielten Entwicklungen, die zu einer Vereinfachung der Prozesse beitragen. Dazu zählten so genannte Einschichtaufbauten. Denn lassen sich mit einer Lackschicht die Resultate erreichen, die bisher nur mit mehreren realisiert werden konnten, ermögliche dies signifikante Material- und Energieeinsparungen. Ein weiterer Trend seien Nass- und Pulverlacke, die zusätzlich zu ihren schützenden und dekorativen Eigenschaften noch weitere Funktionen erfüllen. Dabei gehe es beispielsweise um selbstheilende, selbstreinigende, antimikrobielle, temperaturausgleichende, eisbeständige oder auch fotokatalytische Lackschichten. Beim Pulverbeschichten ermöglichten Ultradünnschicht-Pulverlacke durch reduzierte Schichtstärken – je nach Farbton ab 25 µm – einen reduzierten Verbrauch.

Geht es um die effiziente Abscheidung von Overspray, verzeichnen Trockenabscheidesysteme eine immer höhere Nachfrage, wie es heißt. Dabei würden Bürsten, Elektrostatik, Pulver oder Kartonkonstruktionen für die Lacknebelabscheidung eingesetzt.

Industrie 4.0 auch auf der Messe Paintexpo 2016

Nach Dampfmaschine, Fließband und Computertechnik laut Messe mit Industrie 4.0 die vierte industrielle Revolution auch auf die Lackiertechnik zu – mehr eine Evolution. Basis dafür seien Manufacturing Execution Systeme (MES), die auch auf der Paintexpo vorgestellt würden. Sie vernetzten die Fabrik über den gesamten Fertigungsprozess (horizontal) sowie über alle Prozessebenen (vertikal) hinweg. Dies ermögliche eine integrierte Datenerfassung, -analyse und grafische Darstellung in Echtzeit. Produktions- und Logistikprozesse würden damit einerseits transparent, andererseits könne auf die Daten von jedem Ort aus und zu beliebiger Zeit zugegriffen werden. Dadurch ließen sich die Prozesse nicht nur vom PC am Arbeitsplatz, sondern über Laptop, Tablet oder Smartphone von überall aus steuern, überwachen und optimieren.

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