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Fasertechnologie

Laser bohrt Löcher für Cellulosefaser-Spinndüse aus Siliziumnitrit präziser und wirtschaftlicher

| Autor / Redakteur: Ulrich Hageroth / Peter Königsreuther

Düsenlöcher für das Spinnen von Cellulosefasern können per Laserbohren wesentlich besser und präziser hergestellt werden, wie das ITCF Denkendorf berichtet. Hier ein Laser mit Wendelbohr-Opik bei der Arbeit.
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Düsenlöcher für das Spinnen von Cellulosefasern können per Laserbohren wesentlich besser und präziser hergestellt werden, wie das ITCF Denkendorf berichtet. Hier ein Laser mit Wendelbohr-Opik bei der Arbeit. (Bild: IFSW)

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Kleine Löcher mit großer Wirkung durch Laserbohren, versprechen sich die Forscher eines Teams des ITCF Denkendorf und des IFSW in Bezug auf die Herstellung besserer Spinndüsen für die Cellulosefaserherstellung.

In grellgrünem Laserlicht erstrahlt eine rund vier Millimeter dicke Scheibe aus Edelstahl. Mit hoher Energie bohrt sich der ultrakurz gepulste Laserstrahl in die Oberfläche des Metalls, immer wieder, bis eine Vielzahl von Löchern entstanden ist.

Was hier am Institut für Strahlwerkzeuge (IFSW) der Universität Stuttgart entsteht, ist das Resultat eines gemeinsamen Forschungsprojektes zusammen mit dem Institut für Textilchemie und Chemiefasern (ITCF) in Denkendorf: Spinndüsen mit Löchern von 30 bis 40 μm Durchmesser, die weit feiner sind als ein menschliches Haar und für die Herstellung von hochfeinen cellulosischen Fasern, sogenannten Mikro- oder Supermikrofasern, eingesetzt werden.

Wie definieren sich Mikrofasern?

Mikrofasern sind Fasern aus verschiedenen Polymeren, die feiner sind als 1 dtex. Das ist ein Maß für die Feinheit einer Faser, welches die längenbezogene Masse eines Einzelfadens angibt. Dabei entspricht 1 dtex einem Gramm auf 10.000 m Faserlänge. Als Supermikrofasern werden solche bezeichnet, deren Feinheit sogar 0,3 dtex unterschreitet. Der Durchmesser solcher Fasern entspricht etwa 3 μm. Derartige Fasern haben eine besonders große Oberfläche. Durch hohe Feuchtigkeitsabsorption und weichen Griff der aus ihnen hergestellten textilen Produkte sind sie besonders geeignet für die Verwendung im Hygiene- und Medizinbereich. Im industriellen Sektor finden Sie Anwendung als technische Textilien, zum Beispiel als Filtermedien, prädestiniert durch ihre Feinheit und hohe Festigkeit.

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