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Intelligentes Licht

LED-Beleuchtung in der Industrie

| Redakteur: Bernhard Richter

Eine zwei-Komponenten-Beleuchtung aus Raum- und Arbeitsplatzbeleuchtung soll für optimale Lichtverhältnisse und hohe Energieeffizienz sorgen.
Eine zwei-Komponenten-Beleuchtung aus Raum- und Arbeitsplatzbeleuchtung soll für optimale Lichtverhältnisse und hohe Energieeffizienz sorgen. (Bild: Waldmann)

Blockheizkraftwerk, Kälteabsorbationsmaschine, Dreifachverglasung, Wärmedämmwände und komplette LED-Beleuchtung: Mittelständler zeigt, wie „green building“ geht.

Die Firma Medwork entwickelt und produziert medizintechnische Instrumente für die therapeutische Endoskopie. Mit einem Neubau entstand dringend benötigter, zusätzlicher Raum für Verwaltung, Produktion, Lager und Logistik. Die Fläche wuchs von 3000 m² auf 8000 m². Unter energetischen Aspekten sollte der Betrieb fit für die Zukunft werden. Deshalb sollte ein nachhaltiges Gebäudekonzept umgesetzt werden, das „green building“-Anforderungen entspricht. Ein eigenes Blockheizkraftwerk deckt den Strombedarf des Unternehmens; die Abwärme wird durch eine Kälteabsorbationsmaschine zur Klimatisierung der Räume genutzt. Auch Dreifachverglasung, Wärmedämmwände und der konsequente Einsatz von LED-Technik bei der Beleuchtung machen das Gebäude besonders nachhaltig. Für die Umstellung auf LED-Leuchten waren nicht nur die Steigerung der Effizienz, sondern auch der wartungsfreie Betrieb wichtig.

Licht nach Maß

Mit der Errichtung eines zweiten Produktionsgebäudes sollten LED-Hallenleuchten eingeführt werden. Hier wurde das Waldmann Lichtbandsystem Taureo genutzt. Es soll energieeffizient, wartungsarm, leicht montierbar und zudem flexibel in der Handhabung sein. Mittels modularen Aufbaus können veränderte Anforderungen ohne großen Aufwand umgesetzt werden. Präsenzsensoren ermöglichen es, wenig genutzte Bereiche nicht ständig komplett auszuleuchten. Wo die Beleuchtung zudem über Tageslichtsensoren gesteuert wird, ergänzt sie durch einfallendes Tageslicht die erforderliche Lichtmenge.

Das Unternehmen erstellte für Medwork eine Analyse der Anforderungen, die die Vorgaben und Anforderungen im Gebäude berücksichtigt. Daraus entstand das Beleuchtungskonzept und die entsprechenden Beleuchtungskomponenten wurden ausgewählt. Das Konzept vereinbart optimale Sehbedingungen und Energieeffizienz. Je anspruchsvoller die Sehaufgaben sind, desto höher muss die Beleuchtungsstärke eingestellt werden. Deshalb hat sich eine bedarfsgerechte Kombination aus raum- und arbeitsbezogenen Beleuchtungslösungen bewährt.

Die sogenannte Zwei-Komponenten-Beleuchtung kommt bei Medwork in den Reinräumen zum Einsatz: Medizinische Instrumente im Neubau werden teilweise unter Reinraumbedingungen gefertigt und verpackt. Nach entsprechenden Kriterien wurden auch die Leuchtenkomponenten für diese Arbeitsplätze ausgewählt. Neben Tameto Systemleuchten kommen auch Taneo Gestängeleuchten zum Einsatz. Geschlossene Gehäuse mit flacher Bauweise sollen das Eindringen von Schmutz verhindern und lassen sich leicht reinigen.

Während an den Arbeitsplätzen Beleuchtungsstärken bis 1000 Lux zur Verfügung stehen, wird keine Energie für eine unnötig starke Ausleuchtung des gesamten Bereichs verschwendet. Für die Medwork-Mitarbeiter soll die ergonomische Zwei-Komponenten-Beleuchtung sehr angenehm sein. Über die Dimm-Funktion lässt sich die Lichtmenge der arbeitsplatzbezogenen Beleuchtung an Sehaufgabe und individuelle Bedürfnisse anpassen.

Intelligentes Licht

Auch in den Bürobereichen nutzt Medwork Leuchten von Waldmann. In bestehenden Bereichen und im Neubau kommen Ataro LED-Steh- und Tischaufbauleuchten zum Einsatz. Sie fügen sich gut in die modern gestaltete neue Arbeitswelt der Medwork-Mitarbeiter ein, der ein kommunikationsförderndes Konzept zugrunde liegt. Bunte Sofas, Sessel und Sitzwürfel bieten in den sogenannten Kommunikationsinseln zwischen den einzelnen Büros Platz zum persönlichen Austausch. Anstatt über E-Mail und Telefon zu kommunizieren, soll direkt und informell miteinander geredet werden. Anfangs eine Umstellung für die Mitarbeiter, doch mittlerweile werden die Kommunikationsinseln immer mehr genutzt. Damit die Beleuchtung an den Arbeitsplätzen nicht unnötig eingeschaltet bleibt, ist sie mit Tageslicht- und Präsenzsensorik ausgestattet: So leuchtet sie nur, wenn der Platz belegt ist, angepasst an das jeweils einfallende Tageslicht. Zudem kann die Beleuchtung bei Bedarf individuell geschaltet und gedimmt werden.

Der Beitrag erschien zuerst auf unserer Schwesterseite Konstruktionspraxis.

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