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Automatica 2014

Leichtbau erfordert neue Produktionstechnik

| Redakteur: Stéphane Itasse

Ist das die Zukunft? ABB-Roboter bearbeiten das CFK-Life-Modul des BMW i3 im Werk Leipzig.
Ist das die Zukunft? ABB-Roboter bearbeiten das CFK-Life-Modul des BMW i3 im Werk Leipzig. (Bild: BMW)

Leichtbau ist ein dominierendes Thema in der Automobilproduktion, doch das Ringen um jedes Kilogramm fordert die Fertigungsstrategen heraus. Neue Produktionsverfahren und Technik sind gefragt, sollen Leichtbaukonzepte auch unter Kostengesichtspunkten bestehen, wie die Messe München mitteilt.

Die Automatica vom 3. bis 6. Juni 2014 in München soll deshalb Innovationen der internationalen Automatisierungsbranche zeigen, die auf der Veränderung der Fertigungstechnik in der Automobilindustrie aufbauen. Denn ab 2020 sehen sich die europäischen Automobilhersteller mit strengeren Grenzwerten für CO2-Emissionen konfrontiert. „Die deutschen Automobilhersteller arbeiten mit Hochdruck an der Reduzierung der CO2-Emissionen. Die Entwicklung hocheffizienter Antriebskonzepte, Motoren-Downsizing, neue Getriebegenerationen sowie Gewichtsoptimierungen führten in den vergangenen Jahren bereits zu signifikanten Verbesserungen. Trotz aller Fortschritte sind weitere Anstrengungen erforderlich, um die restriktiven EU-Vorgaben zu erfüllen“, sagt Dr. Ulrich Eichhorn, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Leichtbau hat bei den Autoherstellern oberste Priorität

Das Thema Leichtbau stehe dabei ganz oben auf der Prioritätenliste. Weniger Gewicht heißt weniger Verbrauch heißt weniger Emissionen, wie der Messeveranstalter mitteilt. Doch so einfach die Gleichung in der Theorie sein mag, so schwierig sei deren Umsetzung in der Fertigung: Leichtbaumaterialien wie Aluminium, Magnesium oder CFK seien um ein Vielfaches teuerer als Stahl. Und ihre Verarbeitung erfordere neue Technoik und Fertigungsverfahren.

Ein Blick in das BMW Werk Leipzig –­ hier entsteht das Elektrofahrzeug i3­ – offenbart die radikalen Fertigungsunterschiede im Vergleich zur klassischen Automobilproduktion, wie es weiter heißt. Die Fahrzeugarchitektur folge einem völlig neuen Konzept. Der i3 sei horizontal getrennt. Auf dem Drive-Modul, das den kompletten Antrieb samt Akkus beinhalte, sitze die Fahrgastzelle, das Life-Modul. Das Chassis bestehe aus einem Aluminiumrahmen, die hochfeste und ultraleichte Fahrgastzelle hingegen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Beide Module würden nach ihrer Komplettmontage miteinander verklebt. Diese Fügetechnik habe entscheidende Vorteile sei ist für die Verbindung unterschiedlicher Materialien geeignet.

Produktion des BMW i3 zeigt anstehenden Wandel

Zwar sei das Prestigeprojekt BMW i3 fertigungstechnisch weit weg von der Herstellung konventioneller Volumenmodelle, doch der Wandel sei in vollem Gange. Automobiler Leichtbau ist bei allen Modellen angesagt und geht laut Automatica-Veranstalter einher mit Werkstoffkombinationen, neuen Materialien, Bearbeitungs- und Fügeverfahren,. Jetzt seien Systemintegratoren, Roboter- und Komponentenhersteller gleichermaßen gefordert, mit gebündelter Innovationskraft für die Umsetzung der fertigungstechnischen Anforderungen der OEM und Tier 1 zu sorgen.

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