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Produktionsmanagement

MES spart Ressourcen und Energie

| Autor: Reinhold Schäfer

Modernste Planungs-, Entwicklungs- und Fertigungsmethoden haben bei diesem italienischen Automobilproduzenten Einzug gehalten, um damit nicht nur höchste Qualität, sondern auch maximale Effizienz zu erzielen. (Das Bild zeigt die Fertigung des Maserati Ghibli in Grugliasco/Italien)
Modernste Planungs-, Entwicklungs- und Fertigungsmethoden haben bei diesem italienischen Automobilproduzenten Einzug gehalten, um damit nicht nur höchste Qualität, sondern auch maximale Effizienz zu erzielen. (Das Bild zeigt die Fertigung des Maserati Ghibli in Grugliasco/Italien) (Bild: www.siemens.com/presse)

Mit einem Manufacturing Execution System, kurz MES, lässt sich die Produktion besser planen und es hilft dabei, dass weniger Ausschuss produziert wird, was den Material- und Energieverbrauch reduziert.

Am 2. August 2017 war es wieder so weit: Man beging den sogenannten Erdüberlastungstag. An diesem Tag sind laut Eco-News die gesamten nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr verbraucht, die der Bevölkerung unserer Erde rechnerisch zur Verfügung stünden, wenn sie nur soviel nutzen würde, wie sie im selben Zeitraum regeneriert. Im Vergleich zum Vorjahr sei er wieder um sechs Tage in der Zeitschiene nach vorne gerückt. Die Überlastung nimmt also weiter zu.

Doch nicht nur im Interesse unserer Nachfahren, auch aus Kostengründen ist es wichtig, Ressourcen und Energie einzusparen.

Nur, welche Möglichkeiten gibt es in der Fertigung, jene dort einzusparen? Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kletti, Geschäftsführer der MPDV GmbH in Mosbach, hat darauf eine Antwort: „MES wie Hydra von MPDV unterstützen Fertigungsunternehmen in Summe dabei, effizienter zu produzieren. Beispielsweise wird der produzierte Ausschuss kategorisiert. Dadurch können Häufungen erkannt und gezielt abgestellt werden. Das spart Material, da tendenziell mehr Gutteile produziert werden.“

Ein anderes Beispiel sei die Analyse von Stillstandsgründen bei Maschinen: „Auch hier können Ursachen identifiziert werden, die häufig zu Unterbrechungen im Fertigungsablauf führen. Weniger Stillstände bedeuten kürzere Produktionszeiten und somit auch weniger Energieverbrauch – schließlich verbrauchen die meisten Maschinen auch im Stand-by Energie. Darüber hinaus gibt es viele weitere Beispiele, bei denen ein MES Verschwendungen unterschiedlichster Art aufdeckt und so deren Eliminierung unterstützt.“

Produktionsmanagement sorgt für Effizienzsteigerung

Das Unternehmen MPDV habe genügend Anwender von Hydra, die entsprechende Erfahrungen bezüglich Energie- und Ressourceneffizienz gemacht hätten. „Neben der Steigerung der Transparenz im Shopfloor ist genau das Sinn und Zweck eines MES“, sagt Kletti. Und er fährt fort: „Das MES Hydra wurde weltweit mehr als 1000 Mal installiert. Die Höhe der Einspareffekte hängt sehr stark davon ab, wie effizient der Anwender vor der MES-Einführung bereits gearbeitet hat. In der Regel schaffen wir zwischen 5 und 25 % Effizienzsteigerung.“

Darüber hinaus könne man nicht nur Material, sondern auch Energie einsparen, erklärt Kletti: „Und zwar in zweierlei Hinsicht, denn einerseits kann Hydra den Energieverbrauch von Maschinen und Anlagen erfassen, verarbeiten und somit Einsparpotenziale aufzeigen. Andererseits sorgt auch die Senkung von Ausschuss und Maschinenstillständen dafür, dass weniger Energie verbraucht wird, um eine bestimmte Menge an Artikeln herzustellen.“

Und Kletti benennt auch einen Anwender: „Ein konkretes Beispiel für Energiemanagement haben wir beim Kunststoffverarbeiter Ruch Novaplast implementiert. Dort wird für den Fertigungsprozess sowohl Dampf als auch Druckluft gebraucht. Hydra erfasst diese Verbräuche je Maschine und vergleicht diese Werte mit auftragsabhängigen Vorgabewerten.“ Ein erhöhter Verbrauch lasse Rückschlüsse auf Lecks im Leitungssystem zu. Mit Hydra könne man solche Lecks deutlich früher erkennen und diese könnten somit schneller abgedichtet werden. „Dadurch senkte Ruch Novaplast die Energie zur Erzeugung von Druckluft und Dampf signifikant“, so Kletti. Genaue Werte wolle der Anwender allerdings nicht nennen.

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