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Sinterpapier

Metallisches Spezialpapier

| Redakteur: Beate Christmann

Leicht, flexibel, fest: Das sind die Eigenschaften des neuen Materials auf Basis eines metallisch gefüllten Sinterpapiers, das das Fraunhofer-IFAM gemeinsam mit der Papiertechnischen Stiftung entwickelt hat. (hier im Bild: papiertechnologisch verarbeitete Sinterpapiere aus Kupfer und Edelstahl).
Leicht, flexibel, fest: Das sind die Eigenschaften des neuen Materials auf Basis eines metallisch gefüllten Sinterpapiers, das das Fraunhofer-IFAM gemeinsam mit der Papiertechnischen Stiftung entwickelt hat. (hier im Bild: papiertechnologisch verarbeitete Sinterpapiere aus Kupfer und Edelstahl). (Bild: Fraunhofer-IFAM)

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM haben gemeinsam mit der Papiertechnischen Stiftung ein nach eigenen Angaben leichtes, flexibles und gleichzeitig festes Material entwickelt. Der metallische Werkstoff auf Basis eines metallisch gefüllten Sinterpapiers soll beispielsweise geeignet sein als Membranmaterial oder für die Katalysatortechnik.

Leicht, flexibel, fest: So lauten die Eigenschaften des neuen Materials auf Basis eines metallisch gefüllten Sinterpapiers, das das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM gemeinsam mit der Papiertechnischen Stiftung entwickelt hat. Durch die Kombination der Eigenschaften von Papier und Metall soll es besonders gut geeignet sein für Anwendungen in der Filtration, als Membranmaterial, der Katalysatortechnik oder dem Wärmemanagement.

Die Basis dieser Technologie bilden Spezialpapiere, die mit sinterfähigen metallischen Partikeln gefüllt sind. Durch Wärmebehandlung werden die organischen Bestandteile entfernt und die Papiere in metallische Strukturen umgewandelt. Hier sind Eigenschaften wie die Porosität je nach Anwendung individuell einstellbar.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Die Zusammenführung der etablierten und ausgereiften Papiertechnologie mit der Pulvermetallurgie eröffnet völlig neue Möglichkeiten, die nach Ansicht ihrer Entwickler althergebrachten Materialien weit überlegen sind. Ein prägnantes Beispiel ist die Anwendung als Filter: Im Gegensatz zu den klassischen Kunststofffiltern können metallische Strukturen sehr einfach gereinigt werden, haben eine hohe mechanische Festigkeit und sollen auch bei hohen Temperaturen bis 1.000 °C eingesetzt werden können.

Neben der Filtration von Fluiden, Ölen oder Gasen sind die metallischen Sinterpapiere auch für metallische Wellpappenstrukturen, Wickelhülsen oder als Raumluftentfeuchter im Bereich der Klimatechnik vorgesehen. Zusätzliche Einsatzmöglichkeiten aufgrund der metallischen Eigenschaften ergeben sich bei der Verwendung als Membranwerkstoff. Ebenso ist der Einsatz als Katalysator und Katalysatorträger, als Abrasions-, Reib- oder Gleitoberflächenbeschichtungen sowie als poröse Elektroden in der Elektrochemie und für Brennstoffzellenanwendungen denkbar. Auch für Verpackungssysteme mit Funktionserweiterungen und neuartige Dekorpapiere mit Brandschutzeigenschaften schient das neuartige Material geeignet.

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