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Prozessoptimierung in KMU

Mit Smart-Data-Analysen den Anschluss behalten

| Autor / Redakteur: Andreas Meier / Reinhold Schäfer

Maschinenausfälle leichter vermeiden

Das zweite Projektbeispiel liefert das Unternehmen Hermle, das Maschinenausfälle quasi wegfräst. Als mittelständischer Maschinenbauer für die Schlüsselbranchen Aerospace, Medizintechnik und Rennsport nutzt das 1000 Mitarbeiter zählende Unternehmen mit Sitz in Gosheim Datenanalysen, unter anderem um Maschinenzustände zu bewerten. Durch ein intern entwickeltes System erfasst das Unternehmen zentrale Maschinenparameter, die Aussagen zum Zustand der Maschinen ermöglichen. Diese Informationen werden analysiert und ausgewertet, um Stillstände zu vermeiden und den Wartungsbedarf exakt zu bestimmen. Diese Fähigkeiten wollte das Unternehmen mithilfe des SDSC-BW bewerten und weiter ausbauen.

In der sechswöchigen Potenzialanalyse griffen die Experten des SDSC-BW auf die bereitgestellten Wartungsdaten eines Maschinentyps für den Zeitraum von zwölf Monaten zurück. Die Erstanalyse konzentrierte sich darauf, den Zustand der Achsen des Bearbeitungszentrums zu bestimmen und auf diese Weise Potenziale für eine automatisierte Fernwartung zu identifizieren. Im zweiten Schritt ging es um die Auswertung mittels überwachter Lernverfahren (zum Beispiel Entscheidungsbäume). Das Resultat: Die Experten entwickelten einen Ansatz, der eine automatisierte Auswertung des Maschinenzustands unter Einbeziehung optionaler Verfahrprofile ermöglicht. Die Techniker können nun zukünftig mithilfe der Datenauswertung Maschinenausfälle leichter vermeiden und den Wartungsprozess weiter verbessern.

Das dritte Beispiel liefert die Herrenknecht AG, die den Tunnelblick für ihre Zwecke optimal nutzt. Das in Schwanau ansässige Unternehmen hat 5000 Mitarbeiter und ist ein führender Anbieter von ganzheitlichen technischen Lösungen im maschinellen Vortrieb, vor allem im Tunnelbau sowie bei der Erschließung unterirdisch gelagerter Energiequellen und Rohstoffvorkommen. Eine genaue Produktions- sowie Ressourcenplanung ist für das Unternehmen von elementarer Bedeutung, nicht zuletzt, weil es innerhalb eines Kundenauftrages notwendig ist, vielfältige Komponenten herzustellen. Um bereits existierende Ermittlungsansätze für konkrete Fragestellungen in der Produktion zu verbessern und neue Ansätze zu finden, stellte das Unternehmen dem SDSC-BW sein internes Wissen sowie etwa 30.000 Produktionsdatensätze (aus dem Produktionsleitsystem, ERP und weiteren) für die sechswöchige Potenzialanalyse zur Verfügung. Die Experten erstellten daraus zunächst eine beschreibende Statistik und untersuchten dann unterschiedliche Fragestellungen unter Nutzung von Smart-Data-Werkzeugen aus dem Bereich des maschinellen Lernens. Wichtig waren dabei die Identifikation produktionsverzögernder Faktoren und die Prüfung eines möglichen Zusammenhangs zwischen auffälligen Kosten und Produktionsabfolgen. Die Ergebnisse zeigten zum Beispiel, dass Smart-Data-Algorithmen Herrenknecht dabei unterstützen können, die Liefergenauigkeit weiter zu erhöhen beziehungsweise Pufferzeiten zu verkürzen.

Das Ergebnis: Alle drei Unternehmen können die Projektergebnisse gewinnbringend einsetzen und wollen Folgeprojekte in Angriff nehmen.

Kostenlose Analyse

Für KMU aus Baden- Württemberg gibt es die Möglichkeit, eine Potenzialanalyse vom neutralen und unabhängigen Smart Data Solution Center Baden- Württemberg durchführen zu lassen. Denn Anlagen, Maschinen, Produktionsabläufe und interne Prozesse stecken voller Daten und Zusammenhänge mit unentdeckten Potenzialen, die es zu nutzen gilt.

* Andreas Meier ist Projektverantwortlicher am Smart Data Solution Center Baden-Württemberg (SDSC-BW) in 70569 Stuttgart

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