Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Getriebeproduktion

Moderne Spanntechnik für das Verzahnungsfräsen

| Autor / Redakteur: Thomas Hübl und Melanie Bernard / Victoria Sonnenberg

Der standardisierte Spanndorn Mando G211 von Hainbuch ist prädestiniert für das Spannen von Zahnrädern.
Bildergalerie: 3 Bilder
Der standardisierte Spanndorn Mando G211 von Hainbuch ist prädestiniert für das Spannen von Zahnrädern. (Bild: Hainbuch)

Rüstfreundliche Fertigungszellen machen die Produktion erst flexibel. Obwohl die Variantenvielfalt zunimmt, muss die Rüstzeit immer mehr abnehmen. Ein standardisierter Verzahnungs-Spanndorn ist die Antwort auf kleine Losgrößen und fliegender Werkstückwechsel.

Wo früher Fertigungsstraßen im Einsatz waren, die wegen des enormen Rüstaufwands als äußerst unflexibel galten, stehen heute flexible Fertigungszellen, die immer öfter auf Rüstfreundlichkeit getrimmt sind.

Dabei richtet sich der Fokus ebenfalls auf die eingesetzten Spannmittel. Sowohl unterschiedliche Dimensionen als auch verschiedene Werkstückarten müssen heutzutage durch eine moderne Zelle bewältigt werden. Deshalb ist es für die Betreiber dieser Anlagen unerlässlich, sich nach passenden Spannsystemen umzusehen.

Spanndorn für das Abwälzfräsen

Hainbuch hat dafür den standardisierten Verzahnungs-Spanndorn Mando G211 entwickelt. Der steife und schlanke Spanndorn mit optimierter Werkzeugauslaufkontur ist für das Abwälzfräsen geeignet. Er kann aber auch für das Verzahnungsstoßen oder Verzahnungsschleifen eingesetzt werden. Zum Spannen werden die vulkanisierten Standard-Segmentspannbüchsen des Mando T211 Spanndorn verwendet. Drei unterschiedliche, nahe am Werkstück platzierte Anschlagstufen machen es möglich, schnell und unkonventionell einen Anschlag zu adaptieren. Die Rüstzeit von einer Spanndorngröße zu einer anderen kann zusätzlich mit einer optionalen Schnellwechsel-Schnittstelle in wenigen Sekunden erfolgen. So lässt sich das Spannmittel optimal an das Werkstück anpassen.

Alle Verzahner-Spannmittel sind mit Schnellwechselsystemen kombinierbar, um den Spannmittelwechsel innerhalb von wenigen Minuten zu realisieren. Hainbuch greift dabei auf mehrere Systeme zurück, die je nach Anforderung bezüglich Dimension oder dem Gewicht ausgewählt werden. Basis für alle Schnellwechselsysteme ist das robuste Zentriersystem Centrex, das sich durch die vulkanisierte Kegel-Buchse-Konstruktion auszeichnet. Der Anwender profitiert vom einfachen Handling, zum Beispiel durch die Betätigung der Schnittstelle mit nur einer Schraube. Zudem ermöglicht es die Ausstattung mehrerer Maschinen mit derselben Schnittstelle und somit die Kombination unterschiedlichster Spannsysteme.

Viele Anwender machen sich zudem Gedanken darüber, Flächen, die keine Funktion haben, nach der Vorbearbeitung nicht mehr zu bearbeiten, um Arbeitsgänge am Bauteil zu sparen. Hainbuch hat dazu Lösungen entwickelt, mit denen Fehler an den unbearbeiteten Flächen kompensiert werden können. Je nach Größe des Fehlers unterscheidet Hainbuch zwischen elastischen oder nachgiebigen Spannmitteln, Spannmitteln mit mechanischem oder hydraulischem Ausgleich. Typischerweise werden die Werkstücke zwischen Spitzen zentriert und das Spannmittel sucht sich [anschwimmend] den fehlerbehafteten Durchmesser am Bauteil. Im Klartext: Der Kunde spart in der Vorbearbeitung ohne Qualitätsverluste hinnehmen zu müssen.

Microdorn für kleinste Zahnräder

Die bisher eingesetzte Technik unter Verwendung vulkanisierter Segmentspannbüchsen begrenzte speziell im Verzahnungssektor das Einsatzgebiet nach unten stark. In der Regel waren Spanndurchmesser < 16 mm nicht realisierbar. Nur bei Bauteilen mit kleiner Spannbohrung bei großem Verzahnungsdurchmesser war in Ausnahmefällen auch ein kleinerer Spanndurchmesser möglich. Mit der Entwicklung des Microdorns gehören diese Einschränkungen der Vergangenheit an. Selbst bei extremen Störkonturen bietet diese Technik die Möglichkeit, kleine und kleinste Zahnräder für die Verzahnungsbearbeitung zu spannen. Aktuell liegt die Grenze nach unten bei circa 6 mm. An kleineren Spanndurchmessern wird mit Hochdruck gearbeitet.

Sechseckiger Spanndorn für hohe Drehmomente

Im Bereich extremer Werkstückanforderungen scheut sich Hainbuch nicht, den ursprünglich runden Spannkegel durch eine Sechseck-Kontur zu ersetzen. Damit sitzt die Segmentspannbüchse absolut formschlüssig auf dem Dornkörper und ermöglicht höchste Drehmomente bei der Bearbeitung extremer Bohrungs-/Verzahnungsverhältnisse. Die Schmierung durch den Zugbolzen in Verbindung mit der Dichtigkeit dieses Sechseck-Spanngetriebes garantiert einen dauerhaft fehlerfreien Lauf und somit hohe Zuverlässigkeit im System. MM

* Dipl.-Ing. (FH) Thomas Hübl ist stellvertretender Verkaufsleiter und Melanie Bernard ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, beide bei der Hainbuch GmbH in 71667 Marbach, Tel. (0 71 44) 90 72 19, Melanie.Bernard@hainbuch.de

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44634506 / Zerspanung)