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Forschungsprojekt

Neues Energiespeicherkonzept sucht Investoren

| Redakteur: Beate Christmann

Im Redox-Flow-Speichersystem des Oldenburger Gründerteams wird ein neuartiges Dichtkonzept angewendet, welches geringere Fertigungskosten erlauben und somit die Konkurrenzfähigkeit des Systems erhöhen soll.
Im Redox-Flow-Speichersystem des Oldenburger Gründerteams wird ein neuartiges Dichtkonzept angewendet, welches geringere Fertigungskosten erlauben und somit die Konkurrenzfähigkeit des Systems erhöhen soll. (Bild: Next Energy)

Das Energieforschungszentrum Next Energy hat ein kostengünstiges Energiespeicherkonzept auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technologie entwickelt. Es soll sich dank einer frei dimensionierbaren Speicherkapazität zwischen 20 und 100 kWh für den Einsatz im gewerblichen und landwirtschaftlichen Bereich eignen. Mithilfe von Investoren wird ab 2018 die Serienfertigung angestrebt.

Ein neuartiges, kostengünstiges Energiespeicherkonzept haben Wissenschaftler vom Oldenburger Energieforschungszentrum Next Energy entwickelt. Es basiert auf der Vanadium-Redox-Flow-Technologie und eignet sich damit speziell für die Anwendung im gewerblichen sowie langwirtschafltichen Bereich. Es soll sich durch besonders hohe Sicherheit und Langlebigkeit auszeichnen. Mit Unterstützung von Investoren wird ab dem Jahr 2018 die Serienfertigung angestrebt.

Frei dimensionierbare Speicherkapazität zwischen 20 und 100 kWh

Während die aktuell erhältlichen Lithium-Ionen-Hausspeicher auf standardisierte Ertrags- und Verbrauchswerte ausgelegt sind, soll das Redox-Flow-Speichersystem laut Entwickler eine frei dimensionierbare Speicherkapazität zwischen 20 und 100 kWh bieten. Zudem soll eine zum Patent angemeldete Fertigungstechnologie deutliche Kosteneinsparungen bei der Produktion der Kernkomponente dieses Batterietyps ermöglichen. „Das verschafft uns den Vorteil, Redox-Flow-Systeme auch automatisiert produzieren zu können, was in Zukunft den entscheidenden Kostenvorteil bringen wird. Durch ein modulares Bausystem kann dem Kunden trotzdem ein individuell angepasster, ökonomisch attraktiver Speicher angeboten werden“, sagt Projektleiter Dr. Jan grosse Austing.

Aktuell entwickelt das Team den kostengünstigen, recyclebaren und brandsicheren Speicher basierend auf dem neuen Fertigungskonzept. Ab dem Jahr 2018 startet die Pilotphase, anschließend soll mit der Serienfertigung der Speicher begonnen werden. Zudem ist das Gründerteam derzeit auf der Suche nach Investoren, um das Speichersystem zu kommerzialisieren. „Im Gegensatz zu klassischen Stackkonzepten eignet sich unser Ansatz für eine automatisierte Produktion. Den dadurch entstehenden Kostenvorteil werden wir an den Kunden weitergeben und somit ein konkurrenzfähiges Speichersystem anbieten können“, betont grosse Austing.

Prototyp auf der Energy Storage Europe on Düsseldorf

Einen Prototyp, der das generelle Konzept demonstriert, präsentiert das Team vom 14. bis 16. März 2017 in Düsseldorf auf der Messe Energy Storage Europe an Stand 8bE24.

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