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Messe Nortec 2018

Nortec schlägt Brücke zwischen Industrie und IT

| Autor: Stéphane Itasse

„Alles was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert – vorausgesetzt, es generiert ökonomischen Nutzen für den Betrieb und es findet eine enge Einbindung der Mitarbeiter statt“, sagt Lars Rettig, Geschäftsführer von Hein & Oetting und Mitglied im Nortec-Beirat.
„Alles was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert – vorausgesetzt, es generiert ökonomischen Nutzen für den Betrieb und es findet eine enge Einbindung der Mitarbeiter statt“, sagt Lars Rettig, Geschäftsführer von Hein & Oetting und Mitglied im Nortec-Beirat. (Bild: Itasse)

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Industrie 4.0 als Praxisthema für den Mittelstand ist das Schwerpunktthema der kommenden Nortec-Ausgabe vom 23. Bis 26. Januar 2018 in Hamburg.

Auf der Messe wird die Halle A3 komplett dem Thema Industrie 4.0 gewidmet sein, wie Anja Holinsky, Projektleiterin der Nortec bei der Messe Hamburg, ankündigte. Neben einem Überblick zur Vernetzung von Mensch und Maschine sowie von Maschinen untereinander sollen Foren und Workshops den Fachbesuchern Ansätze für die Effizienzsteigerung im eigenen Betrieb zu bieten. Die Nortec setzt sich dabei als Ziel, theoretische Komplexität zu reduzieren und Antworten auf individuelle Herausforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei Industrie 4.0 zu geben.

Industrie 4.0 dringt Schritt für Schritt in den Unternehmen vor

„Als Mittelständler glaube ich an einen evolutionären Prozess bei Industrie 4.0, nicht an eine Revolution“, sagte Lars Reeder, Geschäftsführer der Hein & Oetting Feinwerktechnik GmbH und Beiratsmitglied der Nortec. Die Digitalisierung werde an Kristallisationpunkten in den Unternehmen beginnen – dort, wo es einen Sinn hat, erwartet er.

Einen Auftakt zum Brückenschlag zwischen Produktionstechnik und IT machte die Nortec auf dem Kongress Solutions Hamburg. Bei einem Industriegespräch gaben neben Reeder noch Prof. Claus Emmelmann, Leiter des Instituts für Laser und Anlagensystemtechnik der Technischen Universität Hamburg und Geschäftsführer der LZN Laser Zentrum Nord GmbH; Michael Sillus, Digitalisierungsexperte im Team Emerging Technologies & Concepts bei Airbus; Michael Westhagemann, Siemens Region Nord und Vorstandsvorsitzender IVH Industrieverband Hamburg e.V.; Prof. Eckhart Kottkamp, ehemaliger Geschäftsführer Technik bei Jungheinrich und Prof. Rasmus Rettig von der HAW Hamburg, Einblick in die aktuellen Trends.

Digitalisierung muss einen Nutzen bieten

„Alles was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert – vorausgesetzt, es generiert ökonomischen Nutzen für den Betrieb und es findet eine enge Einbindung der Mitarbeiter statt“, sagte Reeder zu Beginn der Podiumsdiskussion. Für Westhagemann steht fest: „Die Digitalisierung bietet enorme Chancen für uns in Deutschland. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, die Menschen in das digitale Zeitalter mitzunehmen und ihnen Perspektiven sowie Konsequenzen aufzuzeigen und zu erklären.“

Die unterschiedlichen Erfahrungsberichte der Diskussionsteilnehmer stehen stellvertretend für die facettenreichen Herausforderungen von 4.0 für Unternehmen. Über viele Jahre gewachsene Strukturen, Prozesse und Abteilungen müssen heute teilweise aufgebrochen und miteinander vernetzt werden, wenn es um die Fertigung 4.0 geht. Digitalisierung verlange also immer auch einen Wandel der Unternehmenskultur sowie Mut und interdisziplinäre Zusammenarbeit, befanden die Podiumsteilnehmer. Neben internen Faktoren im Unternehmen ging es im Industriegespräch um notwendige Technik im Digitalen Zeitalter. Dazu sagte Emmelmann: „Additive Fertigungsverfahren sind ideale Werkzeuge zur Realisierung von „Industrie 4.0“. Der 3D-Druck erleichtert es, die Brücke zwischen digitalem Modell und physischer Realität zu schlagen.“ Ein weiteres Beispiel für die Veränderung im industriellen Datenmanagement sieht Kottkamp in der Sensorik.

Maschinenbauer weiter sehr stark am Thema Industrie 4.0 interessiert

Wie sehr das Thema Industrie 4.0 die Produktionsunternehmen in Norddeutschland bewegt, zeigte bereits das Interesse auf der Nortec 2016 an der VDMA-Workshopreihe „Auf dem Weg zur Fertigung 4.0“. Ein Jahr nach der Auftaktveranstaltung og der VDMA Nord Anfang 2017 eine Zwischenbilanz. Anhand von Beispielen wurde untersucht, wie weit Unternehmen auf dem Weg zu Fertigung 4.0 bereits gekommen sind, welche Hürden zu nehmen waren und vor welchen Herausforderungen sie heute stehen. „Das Thema elektrisiert die Branche. Deswegen haben wir entschieden, die Diskussion auch außerhalb der Nortec auf theoretischer Ebene fortzuführen“, erläuterte Dr. Jörg Mutschler, Geschäftsführer VDMA Nord. „Die Unternehmen sind über die Schritte ‚Informieren‘, ‚Konzipieren‘ und ‚Umsetzen‘ auf dem richtigen Weg“, sagte Mutschler weiter. Deshalb wird auf der Nortec 2018 der Workshop in die dritte Runde gehen.

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